Archiv der Kategorie ‘Veranstaltungen‘

VHS-Seminar Sicherheit bei der Geldanlage in Wiesbaden – 02.04.2019

Wie man ein guter Sparer wird
In einer Umfrage über die Eigenschaften und Qualitäten der Deutschen als Sparer käme vermutlich heraus, dass sie traditionell eifrig und stets erfolgreich dem Vermehren des Geldes nachgehen. Ein Vorurteil – leider. Denn die meisten Deutschen sind im Grunde schlechte Sparer, denn sie kennen in der Geldanlage nur schwarz oder weiß: Entweder sie stürzen sich tollkühn in halsbrecherische Investments am Grauen Kapitalmarkt, wo Anbieter mit außerordentlichen Zinsen für Beteiligungen an Windkraft, Tropenholz oder Kinofilmen locken, und scheitern oft – und oft mit großen Verlusten. Oder sie schließen am Bankschalter verängstigt und demütig überteuerte Bankprodukte oder Lebensversicherungen ab, die schon seit langer Zeit geringe bis keine Renditen mehr abwerfen.

Weder schwarz noch weiß
Ein vernünftiger Mittelweg führt über andere Pfade – eine Erkenntnis, die nicht neu ist, aber sich wegen der durch erworbene Sparkultur schwierigen Voraussetzungen nur nach und nach ausbreitet. Wenn aber weder schwarz noch weiß wirklich gut sind, wie sieht sie aus, die für mich beste Methode, mein Geld so anzulegen, dass bei größtmöglicher Sicherheit der optimale Ertrag dabei herauskommt? Um darüber mehr zu erfahren, waren insgesamt 14 Teilnehmer zum Seminar „Sicherheit bei der Geldanlage“ in der VHS Wiesbaden erschienen. Die Hintergründe unterschieden sich: Manche waren nicht mehr mit dem Umstand zufrieden, dass nach Erbschaft oder Immobilienverkauf auf Tagesgeld- oder Girokonten größere Beträge liegen, und wollten etwas gegen ihre Verunsicherung tun, was sie damit am besten anfangen.

Optimale Geldanlage bei geringstem Aufwand
Eine zweite Gruppe interessierte sich vor allem für die Verbesserung der eigenen Altersvorsorge. „Von der Rente ist in Zukunft immer weniger zu erwarten, also muss ich mein Geld besser anlegen als mit null bis zwei Prozent“, stellte eine Teilnehmerin treffend fest. „Früher hat man ein festverzinstes Wertpapier gekauft, nach Ablauf den Zins mitgenommen und danach ein neues erworben. Aber wenn es auf der Bank keine Zinsen gibt, aber trotzdem eine Inflation, dann wird mein Geld sogar weniger.“ Stimmt. Was übrigens alle Teilnehmer einte: Der Wunsch nach optimaler Geldanlage bei persönlich möglichst geringem Aufwand. „Ich würde im Wortsinne etwas dafür geben, wenn ein echter Profi, dem ich vertrauen kann, die Geldanlage für mich erledigt und ich mich nicht darum kümmern müsste.“

Richtige Gewichtung
Ernst Rudolf erarbeitete gemeinsam mit der Gruppe Lösungen für alle vorgetragenen Wünsche und Interessen, wobei er betonte, dass im Sinne der Sicherheit einerseits und der Rendite andererseits der Mittelweg über eine breite, möglichst weltweite Streuung der Anlagen führt, in die alle relevanten Anlageklassen einbezogen sind. Wer richtig anlegt, fährt kein Auto mit nur zwei Gängen (einen für schwarz, einen für weiß), sondern baut in sein Anlagegefährt ein variables Getriebe aus Aktien, Immobilien, Anleihen und Rohstoffen/Edelmetallen ein, mit dem er für alle Wegstrecken gerüstet ist. Zur richtigen Gewichtung lohnt es sich, den Rat unabhängiger Experten einzuholen, die zudem durch konstante Betreuung wertvolle Unterstützung leisten können.

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admin am 26. März 2019 in Veranstaltungen

VHS-Seminar Nachhaltige Geldanlagen in Wiesbaden – 23.03.2018


Sinnvoll, aber auch sicher investieren
Immer mehr Menschen wollen ihr Geld umweltfreundlich und ethisch korrekt anlegen. Aber schon die Frage, was echte nachhaltige Geldanlage ist, lässt sich nicht so leicht klären. Auf ihre Gründe angesprochen, die sie zum Kommen bewegt hatten, nannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VHS-Seminars Nachhaltige Geldanlage in Wiesbaden vor allem den Wunsch nach einem guten Gefühl bei der Geldanlage. „Man hört und liest immer wieder so viel Schlechtes aus dem Finanzbereich, deshalb würde ich mein Geld gern sinnvoll, aber auch sicher investieren“, stellte eine Teilnehmerin fest und andere ergänzten: „“Ich habe einige schlechte Erfahrungen mit Banken und deren Produkten gemacht. Mittlerweile fehlt mir das Vertrauen und ich bin auf der Suche nach etwas Verlässlichem, mit dem niemand Schaden anrichtet und besser noch ökologisch und sozial wertvolle Beiträge leistet.“

Klare Kriterien
Wenn es um nachhaltige Geldanlage geht, die den Namen auch verdient, ist es hilfreich, sich auf die Zusammenarbeit mit Experten einzulassen. Ein Beispiel: Für die Investition in Fondsvermögensverwaltungs-Depots, die rein aus Nachhaltigen Geldanlagen bestehen, gibt es klare und verlässliche Kriterien. Dass professionelle Vermögensverwalter und die Fondsmanager, die für sie tätig sind, sich an die Regeln halten, versteht sich von selbst. Wobei der Auswahlprozess für die eingesetzten Investmentfonds in den vergangenen Jahren immer aufwendiger und arbeitsintensiver geworden ist, wie Ernst Rudolf berichtete. Zum Erzielen bestmöglicher Ergebnisse und zum Einhalten der Kriterien arbeiten sie mit Daten-/Research-Anbietern zusammen, die sich beispielsweise Oekomresearch, Sustainalytics oder Trucost nennen und die, auch beispielsweise, quantitative Daten zu Treibhausemissionen und Umweltkosten zu Unternehmen der relevanten globalen Indizes liefern.

Nachhaltige Geldanlage im Detail
Für die Abgrenzung zu herkömmlichen Geldanlagen sind Definitionen nützlich: Nachhaltige Geldanlage bedeutet, dass die Unternehmen, in die beispielsweise professionelle Vermögensverwalter das Geld ihrer Kunden investieren, in den Bereichen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung über jeden Zweifel erhaben sind. Dies geschieht bevorzugt in Zielfonds, die Anteile von Unternehmen erwerben, die
• umwelt- und sozialverträgliche Technologien und Verfahren entwickeln, vertreiben oder verwenden;
• sozial- und umweltverträgliche Produkte entwickeln, herstellen oder vertreiben;
• Dienstleistungen anbieten, die eine nachhaltige Entwicklung fördern, insbesondere umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften;
• über die jeweiligen Standards der Branche, der Region oder des Landes hinausgehen. Dazu gehören Unternehmen, die regenerative Energien gewinnen, einsetzen oder damit handeln oder zu Reduktion des Energieverbrauchs und dem Erhöhen der Energieeffizienz beitragen und damit den Einsatz fossiler und atomarer Energiegewinnung verringern;
• Leistungen zum Verringern des Verbrauchs nicht erneuerbarer, natürlicher Ressourcen oder zur Substitution nicht erneuerbarer durch erneuerbare Ressourcen erbringen;
• Nahrungs- und Genussmittel naturverträglich oder gemäß den Kriterien des ökologischen Anbaus oder der artgerechten Tierhaltung gewinnen, herstellen, verarbeiten, vertreiben oder deren Absatz fördern;
• regionale Wirtschaftskreisläufe oder den fairen Handel fördern;
• soziales oder ökologisches Engagement über den Unternehmenszweck hinaus zeigen oder entwicklungspolitische Ziele unterstützen;
• besonders demokratische Unternehmensstrukturen, humane, soziale oder emanzipatorische Arbeitsbedingungen schaffen oder gezielt zum Abbau von Diskriminierung beitragen;
• Korruption bekämpfen.

Gutes Gewissen und gute Kurse
In der Schlussrunde waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass es für Privatleute ohne ausreichende Vorbildung in Sachen Finanzen in der heutigen hochkomplexen Anlagewelt nicht reicht, ein paar Zeitungsartikel und Bücher zu lesen, um das eigene Geld sicher, gewinnbringend und auch nachhaltig anzulegen. Vielmehr ist eine professionelle Beratung und Betreuung durch einen Vermögensverwalter sinnvoll. Sie war früher Einkommensmillionären vorbehalten, steht mittlerweile aber auch für deutlich kleinere Vermögenswerte zur Verfügung. Und mit noch einem Vorteil räumte Ernst Rudolf auf: Geld nachhaltig anlegen, bedeutet in keiner Weise auf Rendite zu verzichten. Denn zahlreiche Studien belegen, dass Nachhaltige Geldanlagen mindestens genauso gute Renditen erzielen wie herkömmliche Investments oder sogar bessere. „Meine Erfahrung zeigt, dass gutes Gewissen und gute Kursverläufe kein Widerspruch sein müssen.“

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admin am 23. März 2018 in Veranstaltungen

VHS-Seminar Sicherheit bei der Geldanlage in Wiesbaden – 16.02.2018


Wie man ein guter Sparer wird
In einer Umfrage über die Eigenschaften und Qualitäten der Deutschen als Sparer käme vermutlich heraus, dass sie traditionell eifrig und stets erfolgreich dem Vermehren des Geldes nachgehen. Ein Vorurteil – leider. Denn die meisten Deutschen sind im Grunde schlechte Sparer, denn sie kennen in der Geldanlage nur schwarz oder weiß: Entweder sie stürzen sich tollkühn in halsbrecherische Investments am Grauen Kapitalmarkt, wo Anbieter mit außerordentlichen Zinsen für Beteiligungen an Windkraft, Tropenholz oder Kinofilmen locken, und scheitern oft – und oft mit großen Verlusten. Oder sie schließen am Bankschalter verängstigt und demütig überteuerte Bankprodukte oder Lebensversicherungen ab, die schon seit langer Zeit geringe bis keine Renditen mehr abwerfen.

Weder schwarz noch weiß
Ein vernünftiger Mittelweg führt über andere Pfade – eine Erkenntnis, die nicht neu ist, aber sich wegen der durch erworbene Sparkultur schwierigen Voraussetzungen nur nach und nach ausbreitet. Wenn aber weder schwarz noch weiß wirklich gut sind, wie sieht sie aus, die für mich beste Methode, mein Geld so anzulegen, dass bei größtmöglicher Sicherheit der optimale Ertrag dabei herauskommt? Um darüber mehr zu erfahren, waren insgesamt 14 Teilnehmer zum Seminar „Sicherheit bei der Geldanlage“ in der VHS Wiesbaden erschienen. Die Hintergründe unterschieden sich: Manche waren nicht mehr mit dem Umstand zufrieden, dass nach Erbschaft oder Immobilienverkauf auf Tagesgeld- oder Girokonten größere Beträge liegen, und wollten etwas gegen ihre Verunsicherung tun, was sie damit am besten anfangen.

Optimale Geldanlage bei geringstem Aufwand
Eine zweite Gruppe interessierte sich vor allem für die Verbesserung der eigenen Altersvorsorge. „Von der Rente ist in Zukunft immer weniger zu erwarten, also muss ich mein Geld besser anlegen als mit null bis zwei Prozent“, stellte eine Teilnehmerin treffend fest. „Früher hat man ein festverzinstes Wertpapier gekauft, nach Ablauf den Zins mitgenommen und danach ein neues erworben. Aber wenn es auf der Bank keine Zinsen gibt, aber trotzdem eine Inflation, dann wird mein Geld sogar weniger.“ Stimmt. Was übrigens alle Teilnehmer einte: Der Wunsch nach optimaler Geldanlage bei persönlich möglichst geringem Aufwand. „Ich würde im Wortsinne etwas dafür geben, wenn ein echter Profi, dem ich vertrauen kann, die Geldanlage für mich erledigt und ich mich nicht darum kümmern müsste.“

Richtige Gewichtung
Ernst Rudolf erarbeitete gemeinsam mit der Gruppe Lösungen für alle vorgetragenen Wünsche und Interessen, wobei er betonte, dass im Sinne der Sicherheit einerseits und der Rendite andererseits der Mittelweg über eine breite, möglichst weltweite Streuung der Anlagen führt, in die alle relevanten Anlageklassen einbezogen sind. Wer richtig anlegt, fährt kein Auto mit nur zwei Gängen (einen für schwarz, einen für weiß), sondern baut in sein Anlagegefährt ein variables Getriebe aus Aktien, Immobilien, Anleihen und Rohstoffen/Edelmetallen ein, mit dem er für alle Wegstrecken gerüstet ist. Zur richtigen Gewichtung lohnt es sich, den Rat unabhängiger Experten einzuholen, die zudem durch konstante Betreuung wertvolle Unterstützung leisten können.

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admin am 16. Februar 2018 in Veranstaltungen

VHS-Seminar Wohneigentum finanzieren in Mainz – 22.9.2017


Der richtige Weg zum Wunschobjekt
Die Teilnehmer des Seminars „Wohneigentum finanzieren und dabei ruhig schlafen“ waren in die Volkshochschule Mainz gekommen, um mehr über die Grundlagen der Baufinanzierung für Bauherren, Käufer und Eigentümer zu erfahren. Die wichtigsten Themen:
• Gesamtkosten und persönliche Belastbarkeit
• Wie man staatliche Vergünstigungen und Steuervorteile nutzt
• Wie man das individuell günstigste Finanzierungsmodell findet
• Wie man die größten Risiken einer Finanzierung vermeidet
• Wie man durch das richtige Vorgehen sehr viel Geld spart

Das Seminar berücksichtigt sowohl die Sofortfinanzierung und Umschuldung als auch die sinnvolle Ansparphase und will den Teilnehmern die notwendige Sicherheit im Umgang mit Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Maklern und Bauträgern geben.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging die Gruppe unter Leitung von Ernst Rudolf zunächst der Frage „Was kann ich mir (aktuell) überhaupt leisten?“ nach. Die Antwort darauf liefert die Grundlage, ob ein Interessent jetzt schon in der Lage ist, sein Wunschobjekt zu finanzieren, ob er noch warten muss, bis genug Eigenkapital angespart ist oder sich mit dem Gedanken auseinandersetzen sollte, ein eher kleineres Objekt zu kaufen. Ernst Rudolf erläuterte den Teilnehmern anhand unterschiedlicher Methoden, wie das angemessene Berechnen des eigenen Vermögens funktioniert und was man dabei zu beachten hat. Anschließend stellte er verschiedene Finanzierungsmodelle vor und Marketingaussagen von Banken vor dem Hintergrund auf den Prüfstand, ob sie dem Kunden helfen sollen oder nur dazu dienen, einen Kredit besser zu verkaufen.

Faktor Sicherheit
Auch in der Finanzierung entscheidend: der Faktor Sicherheit. Wobei man klar zwischen der Sicherheit des Kunden, der einen Kredit aufnimmt, und der Sicherheit der Bank, die einen Kredit vergibt, unterscheiden muss. Das Finanzierungsmodell, das für den Verbraucher ein Höchstmaß an Sicherheit verspricht, wird mit Sicherheit von der Bank zuletzt angeboten. Das gleiche gilt für die Kosten: Sehr viele Kreditmodelle sind absolut verbraucherfeindlich, weil damit sehr hohe Kosten verbunden sind, die der Verbraucher aber nicht erkennen kann.

Wer eine auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnittene Finanzierung sucht, wendet sich am besten an einen professionellen Berater, der ausschließlich auf Honorarbasis arbeitet und auf dieser Grundlage unabhängig und neutral bestmögliche Empfehlungen geben kann. Sie führen im Zuge einer „normalen“ Reihenhausfinanzierung zu einer Ersparnis von 20.000 bis 40.000 Euro. Darin unterscheiden sich Honorarberater von Banken, Bausparkassen und Versicherungen, die darauf angewiesen sind, ausschließlich ihre eigenen Finanzierungen zu verkaufen und in deren Vertrieb keine neutrale und objektive Beratung vorgesehen ist.

Insgesamt stellte sich heraus, dass potenzielle Bauherren viel kritischer geworden sind. Nur noch die Hälfte aller Teilnehmer hatte einen Bausparvertrag, in vorangegangenen Jahren kam jeder mit einem oder zwei daher. Trotzdem gibt es bei so komplexen Angelegenheiten wie einer Wohnungseigentumsfinanzierung immer noch erheblichen Beratungsbedarf. Mehr noch: Den Menschen ist viel bewusster als früher, dass man dabei große und grobe Fehler machen kann.

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admin am 22. September 2017 in Veranstaltungen

Wissen, Erfahrung, Zeit und minimierte Kosten sind die Eckpfeiler erfolgreicher Geldanlage – 30.6.2017


Wie gehe ich langfristig mit meinem Geld um?
Im Rahmen des von der Schülervertretung des Schlossgymnasiums Mainz organisierten Schulprojekts „Die Kompetenzen-Workshops“ leitete Ernst Rudolf am vergangenen Mittwoch die Veranstaltung „Alles Wichtige rund ums Geld für junge Leute“. Den anwesenden Schülern der Oberstufe und der 10. Klasse vermittelter er zunächst auf anschauliche Weise die Grundlagen des Finanzwesens und der Finanzbranche: welche Anlagenklassen es gibt, worin sich kurz-, mittel- und langfristige Geldanlagen unterscheiden, woher das aktuelle Nullzinsniveau kommt und was es für den Anleger bedeutet.

Es stellte sich rasch heraus, dass gerade die zurzeit und auf längere Sicht nicht mehr vorhandenen Zinsen für Kleinsparer wie Schüler das größte Problem sind, weil typische Beträge wie 300, 500 oder 1000 Euro, die sich früher auf einem Sparbuch über die Jahre wohlig vermehrten, unter den gegenwärtigen Bedingungen durch den üblichen Preisanstieg mit der Zeit sogar an Kaufkraft verlieren. Ernst Rudolf stellte klar, dass die Ausgangsfrage der Schüler „Wie gehe ich langfristig mit meinem Geld um?“ gerade für sie schwer zu beantworten ist. Während erwachsene Geldanleger mit ausreichend Kapital sich Rechenschaft darüber ablegen müssen, wann und wie flexibel sie ihr Geld wieder brauchen, um von dieser Grundlage ausgehend die richtigen Entscheidungen zu treffen, verfügen Schüler unter normalen Umständen über keinen ausreichenden Anlagehorizont.

Wer zu wenig weiß, zahlt drauf
Wissen, das die Schule nicht vermittelt: die Gefahren der Geldanlage und die zum größten Teil versteckten Kosten. Während die Erkenntnis, dass sich Kleinsparer möglichst von Einzelanlagen wie Beteiligungen (Aktien) an nur einer oder Anleihen von nur einer Firma fern halten müssen, weil das Risiko des Totalverlusts viel zu groß wäre, schnell bei den Schülern ankam, war das Erstaunen spürbar, als Ernst Rudolf darüber aufklärte, dass auch Geldanlagen wie Brötchen oder Wurst verkauft werden. Die sogenannten Kundenberater einer Bank sind tatsächlich Bankprodukteverkäufer. Und die „Beratung“ ist in keiner Weise kostenlos, sondern zielt darauf ab, die in den Produkten enthaltene Provision einzustreichen und die Kosten daraus zu bestreiten, was stets zu Lasten der vom Kunden angelegten Summe geht. Man kann sagen, wer zu Bank geht, kommt mit umso schlechteren Produkten wieder heraus je weniger er über externe und interne Kosten weiß.

Wissen, Erfahrung, Zeit und das Minimieren der Kosten sind die Eckpfeiler erfolgreicher Geldanlage. Die Schüler stellten fest, dass, wenn ihnen die drei ersten Faktoren fehlen, sie beim Erwerb von Geldprodukten mit großer Wahrscheinlichkeit in eine Kostenfalle tappen und zu viel bezahlen. In der Zukunft bestünde eine sinnvolle Lösung aus der Inanspruchnahme einer Geldanlagedienstleistung, die im Gegensatz zur üblichen Verkaufsberatung keine Produkte vermittelt, sondern den Kunden zunächst berät und im Anschluss daran dauerhaft betreut. Mögliche Modelle sind eine Sparplanvermögensverwaltung ab einer Einlage von 200 Euro monatlich oder ein Vermögensverwaltungsdepot, das man sich ab einer Gesamteinlage von etwa 25.000 Euro einrichten lassen kann.

Am Ende wurde es konkret: Was kann ein Schüler sinnvoller Weise mit 2000 Euro tun, von denen er 1000 mit einem Anlagehorizont von acht bis zehn Jahren optimal anlegen will? Ernst Rudolf eröffnete die Perspektive in einen Index-Fonds (ETF) zu investieren, der für Ereignisse auf der ganzen Welt steht, oder in einen weltweit anlegenden aktiv gemanagten Aktienfonds. Diese Produkte bekommt man bei jeder Bank und man kann mit ihnen Erfahrungen sammeln, die später womöglich von Nutzen sind. Beide Anlagen sind gegen Totalverlust gefeit, aber schwanken analog zu den weltweiten Aktienmärkten, die sie repräsentieren. Über den Zeitraum (10 Jahre) beträgt die Renditeerwartung etwa 6 Prozent, wobei Schwankungen von 20 bis 30 Prozent durchaus üblich sind.

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admin am 30. Juni 2017 in Veranstaltungen

Geldanlage für junge Leute in den Kompetenzen-Workshops des Schlossgymnasiums Mainz – 21.6.2017


Notwendiges Wissen, das die Schule nicht vermittelt
Die Schülervertretung des Schlossgymnasiums Mainz stellt auch dieses Jahr wieder ein Schulprojekt auf die Beine und nennt es „Die Kompetenzen-Workshops“. Die Idee dahinter: Schüler der Oberstufe und der 10. Klasse sollen im Rahmen von Workshops unterschiedlicher Länge Wissen erwerben können, das man im alltäglichen Leben zwar benötigt, das aber in der Schule so nicht vermittelt wird. Eines der vorgeschlagenen Themen, neben Steuererklärung, MS Office, Medienrecht und einigen mehr: „Wie gehe ich langfristig mit meinem Geld um?“

Auf der Suche nach einem passenden Referenten landete zu Beginn des Jahres eine Einladung im Briefkasten der Rudolf Wirtschaftsberatung – und Ernst Rudolf sagte gern zu.

Am Mittwoch, dem 28.6., ist es soweit: Ernst Rudolf widmet sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern dem Thema Geldanlage für junge Leute.

Hier der Begleittext zur Veranstaltung:
Alles Wichtige rund ums Geld für junge Leute
Doch, es bringt etwas! Und der Aufwand ist gar nicht so hoch! Auch in jungen Jahren und mit wenig Geld in der Tasche gibt es bessere Geldanlagen als unter der Matratze oder in der Spardose. Dieses Seminar ist für junge Menschen – Schüler, Auszubildende, Studenten oder Berufsanfänger –, die mehr zum Thema Geld erfahren wollen.
Die wichtigsten Inhalte:
• Warum sich Geldanlage erst recht für junge Leute lohnt
• Wie ich als Berufsanfänger Geld sinnvoll anlege
• Welche Sparmodelle gibt es und wie funktionieren sie?
• Berufsunfähigkeit – was ist das?
• Warum das Absichern der Arbeitskraft so wichtig ist

Ernst Rudolf ist zertifizierter Finanzplaner und staatlich zugelassener Vermögensverwalter. Er berichtet aus der Praxis, gibt einen Leitfaden für richtige Ansätze zur Vermögensbildung und Absicherung der Berufslaufbahn und freut sich auf einen regen Austausch mit den Teilnehmern.

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admin am 21. Juni 2017 in Veranstaltungen

Katholische Erwachsenenbildung Wiesbaden: Seminar Geldanlage 50 plus, ethisch und nachhaltig investieren – 8.6.2017


Die ganze Wahrheit
Im Herbst vergangenen Jahres erhielt Ernst Rudolf eine Einladung von Gabriele Socher-Schulz, die in der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden die Gruppe „Frauentreff am Vormittag“ leitet. Darin setzen sich die Teilnehmerinnen vierzehntägig mit Themen aus Religion, Kultur, Politik und mehr auseinander. Für das Programm 1/2017 bestand der Wunsch nach einem Vortrag zum Thema Geldanlage 50 plus, in dem auch die ethischen und nachhaltigen Varianten der Geldanlage eine prominente Rolle spielen sollten. Das Treffen fand gestern im RoncalliHaus in Wiesbaden in sehr angenehmer Atmosphäre statt.

Aus der Gruppe kam gleich zu Beginn der Wunsch „die ganze Wahrheit“ über das Finanzwesen, die Finanzbranche und die aktuellen Entwicklungen wissen zu wollen, ohne Wenn und Aber. Eine Aufforderung, der Ernst Rudolf gern nachkam. Schließlich kann nur der sinnvoll etwas ändern, der weiß, wie es um ihn steht. Also: Wir befinden uns aktuell in fast der gesamten westlichen Welt in einer Nullzinsphase, die schon seit geraumer Zeit anhält und deren Ende nicht absehbar ist. Das bedeutet: Es gibt auf festverzinste Wertpapiere keine Rendite mehr. Herkömmliche Sparformen wie Sparbuch, Banksparplan, Lebensversicherung, Staatsanleihen und Bausparvertrag sind zu Auslaufmodellen geworden. Darüber hinaus findet durch die zwar geringe, aber dennoch vorhandene Inflation eine permanente Geldentwertung statt.

Substanzwerte bringen Sicherheit
Was aber kann man tun, wenn die Zeiten reiner Sparanlagen vorbei sind, die mit fester Verzinsung in der Vergangenheit einfach und leicht durchschaubar 4 bis 6 Prozent Zinsen pro Jahr eingebracht haben? Die Antwort ist klar: Anleger müssen sich auch Substanzwerten wie Aktien, Immobilien und Rohstoffen etc. öffnen, in die sie einen erheblichen Teil ihres Vermögens investieren, allein um es zu erhalten und Geldentwertung zu vermeiden. Alles, was man braucht, um es bestmöglich in die Tat umzusetzen, sind viel Zeit, viel Wissen und viel Erfahrung – die die meisten Anleger nicht haben. Doch auch hier ist Hilfe nah: Professionelle Vermögensverwalter sind Geldanlagedienstleister, die das erledigen, was ihre Mandanten im Alleingang nicht können: Auswahl der passenden Investitionen und ständige Betreuung der Anlagen.

Vermögensverwaltung als Dienstleistung gibt es schon lange; sie war bis vor einiger Zeit aber nur sehr vermögenden Anlegern zugänglich. Durch den Einsatz standardisierter Verfahren und erhebliche Fortschritte in der EDV bieten professionelle Vermögensverwalter mittlerweile ihre Dienste auch für Anlagevolumen ab 25.000 Euro an. So profitieren auch Kleinanleger von außerordentlichen Vorteilen, genießen eine ganzheitliche Betreuung – unabhängig, fair und transparent – und sind damit auf der sicheren Seite. Auf der sicheren Seite auch deshalb, weil einerseits Vermögensverwaltung nur von Instituten angeboten werden darf, die die notwendige Ausbildung, Erfahrung und Qualifikation in einem jahrelangen Prozess nachgewiesen haben, und andererseits die Kosten für die Mandanten mehr als günstig sind, was Ernst Rudolf auf Fragen aus der Gruppe bestätigte.

Zwischenfazit: Für die meisten Anleger ist es sinnvoll, mit Gelddienstleistern zusammenzuarbeiten. Denn Sie verfolgen ausschließlich die Interessen ihrer Mandanten, die dafür weniger Zeit und Geld einsetzen müssen, als wenn sie allein tätig wären.

Was sich alle Anleger wünschen
Neben Werten wie Unabhängigkeit, Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz stehen professionelle Vermögensverwalter aber auch für die Möglichkeit ethischer, weil nachhaltiger Geldanlage. „Vielen Menschen genügt es heute nicht mehr, ihr Geld einfach zu vermehren, sie wollen stattdessen sinnvoll investieren – in Anlagen, die ökologisch einwandfrei sind, ethischen und moralischen Kriterien genügen und die einen Nutzen für die Gemeinschaft bringen“, stellt Ernst Rudolf fest. Darüber hinaus hat sich in der jüngeren Vergangenheit weltweit gezeigt, dass Nachhaltige Geldanlagen nicht nur gut angelegtes Geld sind, sondern obendrein eine erstklassige Rendite erwirtschaften. Auf viele Fragen aus der Gruppe zu den Kriterien der Nachhaltigkeit und wie Anleger sicher sein können, dass sie eingehalten werden, gab Ernst Rudolf überzeugende Antworten.

Geldanlagedienstleistungen, wie professionelle Vermögensverwalter sie bieten, sind im Grunde das, was sich alle Anleger wünschen. Leider haben große Institute kein Interesse daran, weil deren Geschäft auf dem Vertrieb von Produkten beruht, für die sie Provisionen einstreichen. Dazu nutzen sie gern die Unwissenheit von Anlegern aus, denen sie oft schlechte und teure Produkte verkaufen, die bis zum Totalverlust führen können. Je mehr Menschen aber von den Fähigkeiten und Qualitäten von Geldanlagedienstleistern erfahren, desto größer ist die Anzahl derjenigen, die für ihre aktuellen Anlageprobleme echte Lösungen finden – bei bestmöglicher Betreuung und zu mehr als fairen Kosten.

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admin am 08. Juni 2017 in Veranstaltungen

VHS-Seminar Nachhaltige Geldanlagen in Wiesbaden – 30.3.2017


Ökologisch, ethisch und sozial investieren
Vielen Menschen genügt es heute nicht mehr, ihr Geld einfach zu vermehren, sie wollen stattdessen sinnvoll investieren. Für sie kommen nur Anlagen in Frage, die ökologisch einwandfrei sind, ethischen und moralischen Kriterien genügen und die im besten Fall einen Nutzen für die Gemeinschaft mit sich bringen. Erstaunlicherweise sind es in so gut wie jedem dieser Seminare mehr Frauen als Männer, die das Thema Nachhaltigkeit anspricht, da machte auch die Veranstaltung vor zwei Tagen in Wiesbaden keine Ausnahme.

Was bedeutet ökologisch, ethisch und sozial investieren eigentlich? In einer Einführungsrunde erläuterte Ernst Rudolf den Teilnehmern die Begriffe und die Inhalte für die sie stehen. Nachhaltige Geldanlage streut in das gesamte Spektrum von der ökologischen über die ökonomische bis zur sozialen Nachhaltigkeit und bedeutet
• in Unternehmen und Branchen zu investieren, die bessere Chancen haben, längerfristig stabil zu wachsen;
• in Unternehmen und Branchen zu investieren, die dazu beitragen, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und zu verbessern;
• verantwortungsbewusstes Handeln und innovative Lösungen zu unterstützen, die einen ökologisch notwendigen und ökonomisch sinnvollen Wirtschaftswandel herbeiführen.

Nachhaltigkeit selbst besteht aus drei wesentlichen Komponenten:
1. Ökologische Nachhaltigkeit: Natur und Umwelt für kommende Generationen erhalten.
2. Ökonomische Nachhaltigkeit: eine Wirtschaftsweise, die dauerhaft eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Wirtschaftliche Ressourcen werden vor Ausbeutung geschützt.
3. Soziale Nachhaltigkeit: die Entwicklung einer Gesellschaft, die die Teilnahme aller ihrer Mitglieder möglich macht und mit dem Ausgleich sozialer Kräfte eine auf Dauer lebenswerte Gesellschaft erreicht.

Ganzheitliche Betreuung – unabhängig, fair und transparent
Im zweiten Teil standen Geldanlageprodukte, die den Kriterien der Nachhaltigkeit genügen, im Vordergrund, welchen Schwankungen und Risiken sie üblicherweise unterliegen und welche Wertpapiere man als Laie niemals kaufen sollte, auch wenn sie als nachhaltig bezeichnet werden. Die Grundprüfung auf Sinnhaftigkeit ist auf der Basis von Anlageklassen und Produktkategorien bei allen Geldanlagen gleich, ob nachhaltig oder nicht. Und es gibt keinen Grund, ein Wertpapier positiv zu bewerten oder gar zu erwerben, nur weil es mit dem Etikett nachhaltig versehen ist.

Glücklicherweise stehen neutrale Beratung und Betreuung mittlerweile auch Kleinanlegern offen. Denn professionelle Vermögensverwalter bieten schon seit einiger Zeit ihre Dienste auch für Anlagevolumen ab 30.000 Euro an oder die Kunden zahlen einen monatlichen Betrag in eine Sparplan-Vermögensverwaltung ein. Damit profitieren sie von außerordentlichen Vorteilen, genießen eine ganzheitliche Betreuung – unabhängig, fair und transparent – und sind damit auf der sicheren Seite. Das ist möglich mithilfe standardisierter Verfahren, die sich über Jahre bewährt haben und mit denen beide Seiten ein lohnendes Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielen.

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admin am 30. März 2017 in Veranstaltungen

VHS-Seminar Sicherheit bei der Geldanlage in Wiesbaden – 24.3.2017


Das zentrale Thema jeder Geldanlage
Sicherheit ist das zentrale Thema jeder Geldanlage. Im Vergleich zu früher hat sich Vieles entscheidend verändert. Wer wesentliche Dinge beachtet, kann auch in Zeiten niedriger Zinsen sein Geld gut und sicher anlegen.

Auf der Grundlage dieses Tenors zeigte Ernst Rudolf den Teilnehmern die im Bereich Geldanlage wichtigsten Änderungen der jüngeren Vergangenheit auf, die mittlerweile alle Anleger betreffen. Dazu gehören das Nullzinsniveau und die damit verbundenen teilweise sehr negativen Wirkungen auf klassische Sparformen wie Riester, Rürup, Kapitallebensversicherung, Betriebliche Altersvorsorge, Banksparpläne und viele mehr. Sie werfen allesamt so gut wie keine Rendite mehr ab. Was früher im Bereich Geldanlage gang und gebe war, geht heute im Grunde gar nicht mehr. Neuabschlüsse sind ausgeschlossen, bestehende Anlagen müssen auf den Prüfstand, was Antwort geben soll auf die Fragen: Weiterlaufen lassen? Beitragsfrei stellen? Kündigen?

Wechselwirkungen
Die Zusammenhänge von Finanzwirtschaft und Politik und das bessere Verständnis deren Wechselwirkungen bildeten den zweiten großen Themenblock. Lebhaft diskutiert wurde, ob der Staat seine Fürsorgepflicht verletzt, weil er über den Sinn und Unsinn verschiedener Finanzprodukte nicht ausreichend aufklärt. Die Teilnehmer kamen zu dem Ergebnis, dass die Eigenverantwortung des Bürgers im Vordergrund steht und der Staat und die Behörden weder alles regeln können noch sollten. Eingang in die Erörterungen fand auch die aktuelle Diskussion unter politisch Verantwortlichen, ob man einst unter ganz anderen Vorzeichen eingeführte Produkte wie Riester und Rürup nicht wieder anhalten, zumindest einen Generalstopp für neue Verträge verhängen sollte, weil längst die Nachteile die Vorteile überwiegen.

Roter Faden Sicherheit
Das Thema Sicherheit zog sich wie ein roter Faden durch das Seminar. Es begann mit Definitionen, wobei sich, kein Wunder, herausstellte, dass deren Bandbreite groß ist. Für den einen bedeutet wenig Schwankung Sicherheit, für den anderen ist kein Verlust Sicherheit und der dritte versteht darunter einen garantierten Ertrag. Ernst Rudolf erläuterte, was Finanzprofis unter Sicherheit verstehen, welche Lösungen es gibt, um Geld unter professionellen Kriterien sicher anzulegen und trug so zum Herausarbeiten eines Sicherheitsbegriffs bei, den alle Teilnehmer für den Umgang mit ihren Finanzen gewinnbringend nutzen können.

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admin am 24. März 2017 in Veranstaltungen

Gehen oder bleiben? Bleiben, aber richtig! – 17.3.2017


Zunehmende Trennschärfe

Die Finanzdienstleistungsbranche befindet sich in einem erheblichen Umbruch. Deshalb hatte der Finanzplaner Deutschland – Bundesverband e. V. mit „Bleibst Du noch? Oder gehst Du schon?“ für seinen 20. Akademietag, der am gestrigen Donnerstag in Frankfurt stattfand, einen bewusst provokanten Titel gewählt. Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet beleuchteten einen Tag lang den aktuellen Stand der Gesetzgebung, berieten sich daraus ergebende Bewegungsspielräume und diskutierten Zukunftsperspektiven.

Der Gesetzgeber trennt in der Finanzbranche immer klarer zwischen Vermittlern von Anlageprodukten, Krediten und Versicherungen, die dafür eine Provision erhalten, und Beratern, die von ihren Kunden ausschließlich für ihre Beratungsdienstleistung bezahlt werden. Wesentliche Gründe dafür: Die Menschen wenden sich an einen Finanzfachmann, um im Sinne ihrer Geldangelegenheiten bestmöglich beraten zu werden. Sie geraten aber im Regelfall an einen provisionsgetriebenen Vermittler, der sich trotzdem Berater nennt. Rein faktisch aber sind Bank-, Anlage- und Kreditberater allesamt Geldanlagevermittler und damit Bankprodukteverkäufer. Dieses im Grunde Vortäuschen falscher Tatsachen ändert der Gesetzgeber gerade.

Honorar oder Provision
Vorgesehen ist, dass man sich nur noch unabhängiger Berater nennen darf, wenn man keinerlei Anlageprodukte verkauft, respektive von Produkteanbietern keinerlei Provisionen bekommt. Das hat für freie und unabhängige Finanzberater, die bislang Produkte vieler unterschiedlicher Kapitalanlagegesellschaften angeboten haben, einschneidende Konsequenzen. Sie müssen sich jetzt fragen und in der Konsequenz entscheiden, ob sie nur noch gegen Honorar beraten oder nur noch Vermittler gegen Provision sein wollen. Dazwischen wird es nichts mehr geben.

Abstimmen werden die Kunden, und zwar mit den Füßen. Für Anleger ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich von einem unabhängigen Berater produktneutral und objektiv informieren zu lassen. Das kostet zwar ein Honorar, das aber durch die hohe Qualität der Beratung und das damit verbundene Sparen von Vertriebskosten mehr als wettgemacht wird. Der Berater kann nämlich die Produkte, für die sich sein Kunde entschieden hat, vertriebskostenfrei besorgen. Vertriebskostenfrei heißt frei von den Provisionen, die sonst die Bank bekommen hätte oder die sich Bank und Vermittler geteilt hätten.

Von der Beratung zur Betreuung
Im Bereich Großkunden ist es schon lange üblich, sich an einen Berater zu wenden, der gegen Rechnung den optimalen Umgang mit dem jeweiligen Finanzprojekt empfiehlt. Aufgrund leistungsfähiger EDV und effektiverer Informationsbeschaffung stehen diese Vorteile mittlerweile einer wesentlich größeren Zahl an Kunden offen. In der Geldanlage führt dies in der Regel von einer einmaligen unabhängigen Beratung zu einer konstanten, fairen und transparenten Betreuung. Was sich jeder Anleger wünscht, wird endlich Realität.

Der Finanzberater als Unternehmer
Die Veranstaltung wurde geprägt von mehreren professionell aufbereiteten Vorträgen, allesamt gehalten von erfahrenen Experten des Finanzplaner Deutschland – Bundesverband e. V. Sie vermittelten den Teilnehmern präzise Informationen, was der Gesetzgeber in Zukunft von einem unabhängigen Berater oder einem Vermittler/Verkäufer von Finanzprodukten verlangt. Ernst Rudolf übernahm in der Rubrik Der Finanzberater als Unternehmer den Bereich Geldanlage und gab einen Ausblick, inwieweit unterschiedliche Geschäftsmodelle in der Zukunft noch überlebensfähig sind, respektive, wie man Geschäftsmodelle dem Gesetz anpassen muss, damit sie zukunftsfähig sind. Denn dass freie Finanzberater in der Branche als Unternehmer bestehen, ist einerseits wichtig in deren eigenem Interesse, aber in Anbetracht des gerade beginnenden Sterbens der Bankfilialen auch im Interesse der Kunden. Deshalb gilt: Bleiben, aber richtig!

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admin am 17. März 2017 in Veranstaltungen