Monatsarchiv für Oktober 2011

Geldanlagestrategie in der Schuldenkrise – 31.10.2011

CATUS-Vorstände handeln im Sinne ihrer Anleger
Seit Wochen sind die täglichen Nachrichten von einem Thema dominiert: der Schuldenkrise der Staaten des Euro-Raums und den Versuchen, die europäische Währung zu erhalten. Selbstverständlich schlagen die Ereignisse und ihre Auswirkungen auf Strategien der Geldanlage durch. Die CATUS-Vorstände Ernst Rudolf und Manfred Wiegel haben sich auf besondere Weise auf die von ihnen erwarteten Szenarien eingestellt.

„Man muss leider sagen: Anlagen, die über 50 Jahre als absolut sicher galten, darunter vor allem Staatsanleihen, haben ihren Nimbus komplett verloren“, stellt Ernst Rudolf fest. „Der für Griechenland vereinbarte Schuldenschnitt zeigt: Totalverluste sind möglich, Staaten können auch in der heutigen Zeit pleite gehen – oder sollte man besser sagen: ‚gerade in der heutigen Zeit’?“

Die Wahrscheinlichkeit Geld zu verlieren, bis hin zur Gefahr eines Totalverlusts, ist in der aktuellen Situation aber auch für einst mit dem Prädikat „sicher“ versehene Anlagen wie Sparbuch, Sparbrief oder Festgeld real geworden. Denn wenn es zum Schwur kommt und im schlimmsten Fall die Frage „Wer bezahlt die Rechnung?“ eine Antwort sucht, bleiben zuletzt nur noch die Einlagen der Bürger.

Aus Wackelkandidaten könnten gravierende Problemfälle werden
„Der zurzeit beispielsweise für Griechenland angenommene Bedarf an Krediten ist für den Idealfall greifender Reformprogramme und eine anspringende Wirtschaft gerechnet“, berichtet Manfred Wiegel. „Das ist aber in keiner Weise sicher. Wenn sich stattdessen die Konjunktur abschwächt und deshalb die Börsen sinken, wird sich die Schuldenkrise der Staaten verschärfen, da ihnen Steuereinnahmen wegbrechen. So werden aus Wackelkandidaten wie Portugal, Italien und Spanien neue, gravierende Problemfälle.“

Je stärker die Börsen fallen, desto größer wird die Ausfallwahrscheinlichkeit von Staatsanleihen. Die EZB müsste einspringen und Papiere schlechter Bonität aufkaufen. Damit würde die Gelddruckmaschine angeworfen – ohne dahinter stehende Vermögenswerte. Der Staat könnte in der Konsequenz das Geld für seine Anleihen nicht mehr zurückzahlen. Ein Schuldenschnitt für weitere Euro-Staaten wäre unausweichlich. Und dem könnte sich aus Haftungsgründen auch Deutschland nicht entziehen.

Die beste Lösung: Investieren in Substanzwerte
„Auf der Grundlage dieser Annahmen haben wir bereits Konsequenzen für unsere Anlagestrategie gezogen“, beruhigt Ernst Rudolf. „Wir haben in den Depots nach Börsenrückgängen verstärkt Aktienpositionen aufgebaut und werden dies fortsetzen. Aktien als Firmenbeteiligungen sind Substanzwerte, die selbst starke Inflationen und Währungsreformen überleben können und in der Vergangenheit bereits überlebt haben.“

Die Anlagestruktur der Rentenwerte verbreitern die CATUS-Vorstände mehr und mehr sowohl in Staatsanleihen und Unternehmensanleihen sehr guter Bonität als auch in begrenztem Umfang in Emerging-Markets-Anleihen.

Sicherheit neu definiert
In der Folge erwarten sie durch den erhöhten Aktienanteil und steigende Unruhe an den Kapitalmärkten zwar mehr Schwankungen, aber insgesamt größere Sicherheit für das Vermögen ihrer Anleger. Der sinnvolle Auf- und Ausbau von Edelmetallpositionen (Gold und Silber) rundet die Anlagestrategie ab.

„Schwankung versus Sicherheit – dieser scheinbare Gegensatz wird durch die Erkenntnisse aus der Finanz- und Schuldenkrise zurechtgerückt“, ist sich Ernst Rudolf sicher. „Heutzutage sage ich meinen Kunden: „Sie müssen Schwankungen in Kauf nehmen, um überhaupt auf der sicheren Seite zu sein!“

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admin am 31. Oktober 2011 in Vermögensverwaltung

Erstes VHS-Seminar Nachhaltige Geldanlage – 04.10.2011


Sinnvolles unterstützen, Schädliches verhindern
Der Raum war gut gefüllt, als Ernst Rudolf in der VHS Wiesbaden zum ersten Mal sein neu konzipiertes Seminar „Nachhaltige Geldanlage – ökologisch, ethisch und sozial investieren“ leitete. Gekommen waren Anleger, die in Zukunft mit ihrem Geld Sinnvolles unterstützen, dagegen für den Menschen und die Gesellschaft Schädliches auf keinen Fall finanzieren wollen.

Ein Begriff, eine Definition
„Was versteht man eigentlich unter Nachhaltigkeit?“ war die erste Frage, auf die die Gruppe sich eine Antwort erarbeitete. Über Sinn und Unsinn des Konsums regionaler und überregionaler Lebensmittel und das Thema nachhaltige Landwirtschaft gelangten die Teilnehmer zum Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit. Es geht von der Annahme aus, dass eine nachhaltige Entwicklung nur möglich ist, wenn umweltbezogene, wirtschaftliche und soziale Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt in die Tat umgesetzt werden.

Positiv- und Negativkriterien
Wie aber muss man investieren, um die ökologische, ökonomische und soziale Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft ausgewogen zu gewährleisten und zu verbessern? Welche Möglichkeiten gibt es, sein Geld „richtig nachhaltig“ anzulegen?
Ernst Rudolf stellte den Teilnehmern Positiv- und Negativkriterien vor, mit denen in der Finanzwirtschaft Branchen, Unternehmen und Anlagen auf ihren Nachhaltigkeitswert hin überprüft werden. Während Negativkriterien Schädliches ausschließen – Stichwörter: Atomindustrie, Rüstungsindustrie, Kinderarbeit –, suchen Positivkriterien nach sinnvollen Werten, die zu unterstützen sich lohnt. Erneuerbare Energien, soziale Gestaltung des Arbeitsprozesses sowie Produktion auf der Basis nachwachsender Rohstoffe sind einige Beispiele.

Mit Anlagen Einfluss nehmen
„Im Laufe der Diskussion hat sich herausgestellt, dass die Teilnehmer in ungefähr gleichem Maße Sinnvolles unterstützen und Schlechtes verhindern wollen“, berichtet Ernst Rudolf. „Alle waren sich einig: Wer Geld hat, sollte es investieren und im Sinne der Nachhaltigkeit einsetzen.“
Tatsächlich bietet nachhaltige Geldanlage die Möglichkeit, Einfluss auf Firmen und damit auf die Wirtschaft zu nehmen. Schon aus der Summe der einzelnen Anleger ergibt sich eine beträchtliche Wirkung, die verstärkt wird, wenn nachhaltige Investmentfonds, in denen sich Geld und Anteile bündeln, ihre Interessen geltend machen, beispielsweise auf Aktionärsversammlungen oder durch das Einrichten von Ethikbeiräten. Nicht selten sprechen Fondsmanager Firmen darauf an, inwieweit sie soziale und ethische Kriterien bereits erfüllen, oder sie legen ihnen nahe, es zu tun.

Gute Kombination
Jenseits der Nachhaltigkeitskriterien unterscheiden sich bessere von guten nachhaltigen Anlagen durch die Annäherung an die Kunst der Vermögensverwaltung. „Viele nachhaltige Anlagen schwanken sehr stark“, stellt Ernst Rudolf fest. „Um die Ausschläge in den Griff zu bekommen, hat es sich bewährt, Geld in einen Nachhaltigkeitsfonds mit vermögensverwaltendem Ansatz zu stecken. Die Fondsmanager können über alle Anlagenklassen hinweg breit streuen. Das bringt Sicherheit und reduziert die Schwankungen bei gleichzeitiger sinnvoller Geldanlage – eine ideale Kombination.

Unabhängige und kompetente Beratung
Nachhaltige Geldanlage in die Tat umzusetzen verlangt ein wenig Eigeninitiative. Bei Banken ist das Thema kaum präsent – und vor dem Hintergrund gehobener Ansprüche an Ethik und Moral auch nicht gut aufgehoben, wie einige der Teilnehmer bemerkten.
Interessierte wenden sich am besten an einen unabhängigen und qualifizierten Finanzplaner, der für Beratung und spätere Betreuung ein Honorar bekommt.. So ist das bestmögliche Ergebnis garantiert; zumal inklusive Honorar weniger Gesamtkosten entstehen als bei einem Alleingang.

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admin am 04. Oktober 2011 in Veranstaltungen