Monatsarchiv für Dezember 2012

VHS-Seminare im Herbst 2012 – ein Erfahrungsbericht – 2


Fonds schlagen Einzelpapiere
„Normale Anleger nehmen mehr und mehr Abstand vom Kauf von Einzelpapieren – und das ist auch gut so“, stellt Ernst Rudolf fest. „Wer sich nicht den ganzen Tag mit Finanzen oder gar nur der Entwicklung von einigen Firmen befasst, weiß zu wenig, um im Sinne eines Einzelpapiers eine richtige Entscheidung zu treffen.“ Mit dem Studium von 20 bis 30 Seiten pro Papier sind schon Experten ausgelastet. Laien wären damit auf alle Fälle überfordert.

Zur Lösung dieses Problems schlägt Ernst Rudolf den Erwerb von Vermögensverwaltenden Fonds oder von bewährten Mischfonds vor. Während Vermögensverwaltende Fonds in alle Anlageklassen, also Immobilien, Rentenwerte, Zertifikate und Aktien, investieren können, setzen sich Mischfonds aus bewährten Titeln zweier oder dreier Anlageklassen zusammen.

Sparbuch, Staats- und Bankanleihe – Schatten der Vergangenheit
Viele Jahre galten das gute alte Sparbuch, aber auch Bank- und Staatsanleihen als sichere Geldanlage ohne Risiko. Das ist vorbei! Abgesehen von dem Umstand, dass heutzutage ein Staatsbankrott nicht mehr ausgeschlossen werden kann, sind aktuell die Zinsen, die Anleger auf dem Sparbuch oder für Anleihen bekommen, deutlich geringer als die Inflationsrate. Das zehrt am Vermögen.

Durch Schwankung zu mehr Sicherheit
„Durch Schwankung zu mehr Sicherheit“, ist der Slogan, mit dem Ernst Rudolf dem Problem entgegentritt. „Schon wer sein Kapital ‚nur’ erhalten will, muss Schwankungen in Kauf nehmen, um auf der sicheren Seite zu sein. Ich lege allen Anlegern ans Herz, ihren viel zu großen Respekt vor dem Wort ‚Schwankung’ aufzugeben und stattdessen in Betracht zu ziehen, dass es auch die Schwankung nach oben gibt und es am Ende auf die Entwicklung über einen längeren Zeitraum ankommt.“

Investieren in Substanzwerte ist das Gebot der Stunde – und der kommenden Jahre
Ein Depot muss also schwanken, um Sicherheit und damit zumindest den Erhalt des Kapitals bieten zu können. Zudem gehören nicht nur sogenannte Schuldentitel wie Staatsanleihen hinein, sondern in diesen besonderen Zeiten erleben Substanzwerte eine Renaissance. Unternehmensbeteiligungen (Aktien), Edelmetalle, Rohstoffe und Immobilien sind schon jetzt, aber erst recht in Zukunft für Kapitalerhalt und -aufbau in einem modernen Portfolio unerlässlich.
Natürlich sind deren Märkte Schwankungen unterworfen. Aber die Vorteile gegenüber festverzinslichen Wertpapieren sind so groß, dass sie schon fast gerne in Kauf genommen werden.

Niedrige Zinsen machen Immobilen attraktiv
Viele Anleger denken aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zum ersten Mal über die Anschaffung einer Immobilie nach. „In diesen Fällen ist mir stets der Hinweis auf die Notwendigkeit einer sicheren Finanzierung wichtig“, betont Ernst Rudolf. „Dazu gehört unbedingt eine Planrechnung über 15 bis 20 Jahre, denn manche Risiken haben sich im Vergleich zu früher erheblich verstärkt, manche treten überhaupt zum ersten Mal auf.“
– Beispiel Zinsänderungsrisiko: In Zeiten niedriger Zinsen ist es deutlich größer. Während eine Änderung von 6 auf 7 % das Risiko um knapp 17 Prozent steigen lässt, schlägt eine Änderung von 2,5 auf 5 % mit 100 % zu Buche.
– Beispiel Arbeitslosigkeitsrisiko: Unbefristete, stabile Arbeitsverhältnisse werden seltener.

Die Finanzierung und damit die Planrechnung muss so angelegt sein, dass Risiken jeder Art möglichst minimiert, besser noch ausgeschaltet werden.

Der reine Zinsvergleich zwischen unterschiedlichen Kreditanbietern ist vor allem eines: zweitrangig.

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admin am 20. Dezember 2012 in Veranstaltungen

VHS-Seminare im Herbst 2012 – ein Erfahrungsbericht – 1


Geldanlage und Baufinanzierung
Mit dem Seminar „Nachhaltige Geldanlagen – ökologisch, ethisch und sozial investieren“ schloss Ernst Rudolf am Donnerstag, dem 29.11.2012, seine Herbst-Veranstaltungen in den Volkshochschulen Mainz und Wiesbaden ab.
Während der Bereich Geldanlage zusätzlich mit dem Thema „Geldanlagen 50 Plus“ abgedeckt war, kam der Sektor Baufinanzierung im Seminar „Wohneigentum finanzieren und dabei ruhig schlafen“ zur Geltung. In den folgenden Abschnitten berichtet Ernst Rudolf über die Eindrücke, die er im Herbst 2012 während seiner Seminare gesammelt hat.

Die Verunsicherung hält an
Durch eigene Erfahrungen, aber auch durch ausführliche Berichterstattung in den Medien sind Anleger sehr verunsichert. Sie achten mittlerweile viel mehr als früher darauf, was sogenannte Berater ihnen erzählen und gleichen es mit der Realität ab. Die Folge: Das Misstrauen gegenüber Beratern aller Art, seien es Bankberater, Finanzberater oder Anlageberater, steigt kontinuierlich. Für die konkrete Anlage bedeutet dies in vielen Fällen, dass die Menschen ihr Geld auf dem Giro- oder Cash-Konto parken, wo es durch die Inflation schleichend an Wert verliert.

Offen für Lösungen
„Umso dankbarer sind die Besucher meiner VHS-Seminare, wenn ich ihnen nach der Erläuterung der Funktionsweise und der Zusammenhänge des Finanzsektors neue und sinnvolle Lösungsansätze vorstelle“, sagt Ernst Rudolf. „Denn mittlerweile gibt es beispielsweise Vermögensverwaltung auch für kleinere Anlagesummen.“
Das bedeutet konkret: Professionelle Vermögensverwalter und damit
– staatlich zugelassene Anlageberater in Finanzinstrumenten laut § 32 KWG und
– staatlich zugelassene Finanzportfolioverwalter im Sinne von § 1 Abs. 1 a Nr. 3 KWG

bieten seit geraumer Zeit ihre Dienste auch für Anlagevolumen unter 100.000 Euro, genauer gesagt ab 30.000 Euro an. Sie betreuen diese Kunden mithilfe standardisierter Verfahren, die sich über Jahre bewährt haben, und erzielen so für beide Seiten eine lohnendes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Zudem verfügen Vermögensverwalter über außerordentliche Qualifikation, unterliegen ständiger staatlicher Kontrolle und sind zu umfassender Kostentransparenz verpflichtet.
Von Banken hingegen wird – bedauerlicherweise – Vermögensverwaltung der breiten Masse der Anleger in der Regel nicht angeboten.

Zum zweiten Teil geht es hier …

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admin am 20. Dezember 2012 in Veranstaltungen