Monatsarchiv für November 2016

ETFs sind bei Profis in guten Händen – 8.11.2016


Sicherheitsrisiko Anleihe

Anleihen galten über Jahrzehnte als sichere Geldanlage mit verlässlicher Rendite. Das ist vorbei. Und gerade in jüngster Zeit bereiten sie neue Sorgen. Grundsätzlich gilt: Wenn die Verzinsung von Anleihen schnell steigt, fällt ihr Kurswert stark. Damit sind wir mitten im Problem. Die Rendite für deutsche Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit ist in vier Wochen von -0,12 auf 0,17 Prozent gestiegen. In den USA kletterte die Rendite für Papiere mit zehnjähriger Laufzeit von 1,6 auf 1,85 Prozent, nachdem sie im Juli noch bei 1,35 Prozent gelegen hatte.

Das bedeutet: Alle, die damals diese Papiere gekauft haben, sind damit inzwischen im Minus, denn durch den Renditeanstieg sind die Kurse der Anleihen gefallen. Gekauft haben in den vergangenen Monaten jedoch vor allem Lebensversicherer und andere Finanzdienstleister, über die private Sparer ihre Altersvorsorge sichern wollen. Noch größere Kursverluste würden sich vor allem in den Taschen der breiten Masse bemerkbar machen, in deren Depots ohnehin viel zu viele Anleihen liegen. Und sollten die Renditen weiter steigen und die Kurse weiter fallen, würden viele Investoren die Reißleine ziehen und die Papiere verkaufen – mit der Folge, dass die Renditen noch weiter stiegen. Ein Teufelskreis käme in Gang.

Aktiv ist besser
Wenn es zum oben beschriebenen Anleihe-Crash käme, träfe der vor allem die Anleger, die nicht über Vermögensverwaltungen professionell betreut werden. Professionelle Fonds-Vermögensverwaltungen allerdings sind auf alle möglichen Szenarien vorbereitet und können mit deren Eintritt passend reagieren. Diese aktive Betreuung ist auch ein Vorteil, wenn es um Finanzprodukte wie börsengehandelte Fonds (ETF) geht. ETFs sind passive verwaltete Fonds, die einen bestimmten, repräsentativen Börsenindex (z. B. DAX, Dow Jones Industrial Average) möglichst exakt nachbilden. Um das zu erreichen, investieren die Fonds in die dem Index zugrunde liegenden Wertpapiere im gleichen Verhältnis wie der Index. Das geht so lange gut, wie der Index zumindest gleich bleibt oder steigt.

Wenn es aber an den Märkten turbulent wird und die Kurse fallen, verliert der ETF-Eigner ungebremst im gleichen Maße wie der abgebildete Index. Ganz anders im Rahmen einer professionellen Betreuung: Auch Experten setzen ETFs in ihren Depots ein, aber sie stoßen sie rechtzeitig wieder ab, wenn die Gefahr von Kursverlusten droht. Aktive Manager sind dank der fundamentalen Analyse von Unternehmen besser imstande, aufkommende Marktturbulenzen abzusehen und passend damit umzugehen. Sie können beispielsweise Anlagen mit unterdurchschnittlicher Wertentwicklung untergewichten oder zugunsten von Geldpositionen umschichten.

So verfahren echte Experten schon seit Wochen und Monaten und haben dadurch in keiner Weise auf Rendite verzichtet. Sie fühlen sich mit der defensiven Strategie wohl, an der sie auch mit Blick auf die US-Präsidentschaftswahl festgehalten haben.

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admin am 08. November 2016 in Aktuelles