Monatsarchiv für Januar 2017

Wie aus Geduldsgeld Chancengeld wird – 31.01.2017


Gelegenheiten nutzen

Wie geht es im neuen Jahr an den Märkten weiter? „Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt, ist umgekehrt proportional zu seiner Erwünschtheit.“ Dieser Satz eines befreundeten Vermögensverwalters charakterisiert das Börsenjahr 2016 sehr treffend und er könnte auch 2017 (Wahlen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und vielleicht Italien) seine Gültigkeit behalten. Zurzeit stehen die Börsenampeln auf Grün. Sie werden nach den starken Kurssteigerungen auch wieder auf Gelb oder Rot springen. Aber niemand weiß wann. Und weil es niemand weiß und die Zeiten eher unsicher sind, bauen erfahrene Fondsmanager und Vermögensverwalter auf Cash als neue Anlageklasse.

Ja, Cash als neue Anlageklasse – aber nicht um damit übers Jahr vielleicht 0,3 Prozent Rendite zu erzielen, die womöglich schneller als Schnee in der Sonne wieder schmilzt, sondern um mit einer Cash-Quote zwischen 25 und 35 Prozent an geparktem Geld auf gute Gelegenheiten zu warten und sie bei Eintritt entschlossen zu nutzen. Immer mal wieder fragen Kunden nach den hohen Cash-Quoten in ihren Depots. Ich kann das gut verstehen. Aber in Nullzinsphasen ist es zum Erhalt einer sinnvollen Depotstruktur richtig, Renten-Anlagen, die bei einem Zinsanstieg Verluste bringen, aus dem Depot zu nehmen und in der Zwischenzeit Geduld aufzubringen. Das zwischengelagerte (Gedulds-)Geld wird beispielsweise dann zu Chancengeld, wenn es zum Einstieg in defensive Anlagen genutzt wird, die zuvor um drei bis fünf Prozent gefallen sind. Ein tiefer Einstieg bringt mehr Rendite als angelegtes Geld, das schwach verzinst ist.

Den Ausgleich gefunden
Dazu passend haben gute Vermögensverwalter im vergangenen Monat in ihren Depots einige Umschichtungen vorgenommen und Positionen, die zuvor stark gestiegen waren, im Verkauf für Gewinnmitnahmen genutzt. Auf der anderen Seite hatten Markbeobachtungen Kursrückgänge einiger Fonds ergeben, die sie genutzt haben, um die substanziell und qualitativ guten Werte zu günstigen Preisen nachzukaufen. Diese von Rebalancing genannte Methode hat auch übers Jahr zur außerordentlich guten und sehr erfreulichen Kursentwicklung vieler Depots beigetragen.

Neben dem Rebalancing hat im vergangenen Jahr der von Profis schon 2015 eingeleitete und über Nachkauf im Januar und Februar verstärkte perspektivische Aufbau von Edelmetallpositionen auf zunächst tiefstem Niveau seine volle Wirkung entfaltet. Ein solcher Aufbau von Positionen in kleinen Schritten ist im Übrigen nur möglich, weil Vermögensverwalter eine Flatrate der Bank für Depotumschichtungen zu Vorteil ihrer Kunden nutzen.

Investitionen in die Zukunft
Die Kursentwicklung in nachhaltigen Depots ist der Wermutstropfen in der Bilanz des Jahres 2016. Leider ist es übers Jahr nicht gelungen, die Rückgänge der Monate Dezember 2015 und Januar 2016 (Chinakrise) wieder auszugleichen. Zwar gab es im zweiten Halbjahr einen eindeutigen Aufwärtstrend, der aber bis zum Dezember noch nicht stark genug war. Ein Grund für die zum Ausgleich fehlende Energie: die Entwicklung der Solarwerte. Mit dem Sinken des Ölpreises ging ihnen sozusagen die Spannung aus, die notwendig gewesen wäre, um die Depots entscheidend zu unterstützen. Obendrein haben sich wesentliche Fonds nur horizontal bewegt.

Mittel- bis langfristig allerdings führt an Solarwerten wie an Nachhaltigen Geldanlagen kein Weg vorbei. Immer mehr Staaten kündigen an, mehr in Erneuerbare Energien investieren zu wollen, große Staatsfonds stellen auf rein nachhaltige Anlagen um und zumindest manche Städte, wenn nicht gar Nationen werden auf Erneuerbare Energien angewiesen sein, wenn sie nicht ihre Menschen im Smog verlieren wollen.

Die Aufwärtsentwicklung des zweiten Halbjahres wurde übrigens von der erfreulichen Entwicklung neu aufgebauter Lithium-Positionen mitgetragen. Der Elektromobilität gehört die Zukunft und Lithium ist eine wichtige Komponente für die dafür benötigten Batterien.

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admin am 31. Januar 2017 in Aktuelles

Sparplanvermögensverwaltung: ab dem ersten Euro richtig angelegt – 13.1.2017


Lieber gewinnbringend investieren

Viele Deutsche haben viel Vermögen – aber es ist in großer Breite falsch angelegt. 2016 beispielsweise stieg das Geldvermögen hierzulande um fast fünf Prozent, und zwar auf insgesamt 5.700.000.000.000, in Worten: 5,7 Billionen Euro. Leider haben sich die meisten unserer Landsleute das Geld nicht durch kluges Handeln verdient, sondern sie sparen sich (immer mehr) vom Mund ab und fahren damit viel schlechter als die meisten anderen Nationen, die weniger Geld zurück-, es aber gewinnbringend anlegen und so viel mehr davon haben. 40 Prozent des Geldes der Deutschen liegt auf Sparbüchern, Tagesgeldkonten oder unter der Matratze. Dafür gibt es aktuell und auf lange Sicht keine Zinsen und mit der wieder steigenden Inflation sinkt analog dazu sein Wert. Weitere 30 Prozent stecken in Versicherungsverträgen, die inzwischen kaum noch etwas abwerfen.

Frappierende Vorteile
Offenbar wissen noch viel zu wenige Anleger, dass es Sparplanvermögensverwaltung sowohl mit klassisch strukturierten Depots als auch mit rein nachhaltigen Anlagen gibt. Aufs Jahr gesehen haben viele dieser Depots zweistellige Renditen von im Schnitt 14 (!) Prozent erzielt. Die Vorteile der Sparplanvermögensverwaltung gegenüber herkömmlichen Sparformen sind frappierend. Interne Berechnungen haben ergeben, dass bei einer Anlagesumme von 1000 Euro im Monat der Unterschied nach 30 Jahren bis zu 300.000 Euro betragen kann. Das ist immerhin ein Haus auf dem Lande. Aber selbst bei kleineren Anlagesummen sind die Unterschiede erstaunlich: Wer 20 Jahre lang 100 Euro im Monat anlegt, bekommt bei herkömmlicher Anlage gut 25.000 Euro heraus. Mit einer Sparplanvermögensverwaltung erzielt er, konservativ gerechnet, gut das Doppelte.

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admin am 17. Januar 2017 in Aktuelles