Monatsarchiv für Juni 2017

Wissen, Erfahrung, Zeit und minimierte Kosten sind die Eckpfeiler erfolgreicher Geldanlage – 30.6.2017


Wie gehe ich langfristig mit meinem Geld um?
Im Rahmen des von der Schülervertretung des Schlossgymnasiums Mainz organisierten Schulprojekts „Die Kompetenzen-Workshops“ leitete Ernst Rudolf am vergangenen Mittwoch die Veranstaltung „Alles Wichtige rund ums Geld für junge Leute“. Den anwesenden Schülern der Oberstufe und der 10. Klasse vermittelter er zunächst auf anschauliche Weise die Grundlagen des Finanzwesens und der Finanzbranche: welche Anlagenklassen es gibt, worin sich kurz-, mittel- und langfristige Geldanlagen unterscheiden, woher das aktuelle Nullzinsniveau kommt und was es für den Anleger bedeutet.

Es stellte sich rasch heraus, dass gerade die zurzeit und auf längere Sicht nicht mehr vorhandenen Zinsen für Kleinsparer wie Schüler das größte Problem sind, weil typische Beträge wie 300, 500 oder 1000 Euro, die sich früher auf einem Sparbuch über die Jahre wohlig vermehrten, unter den gegenwärtigen Bedingungen durch den üblichen Preisanstieg mit der Zeit sogar an Kaufkraft verlieren. Ernst Rudolf stellte klar, dass die Ausgangsfrage der Schüler „Wie gehe ich langfristig mit meinem Geld um?“ gerade für sie schwer zu beantworten ist. Während erwachsene Geldanleger mit ausreichend Kapital sich Rechenschaft darüber ablegen müssen, wann und wie flexibel sie ihr Geld wieder brauchen, um von dieser Grundlage ausgehend die richtigen Entscheidungen zu treffen, verfügen Schüler unter normalen Umständen über keinen ausreichenden Anlagehorizont.

Wer zu wenig weiß, zahlt drauf
Wissen, das die Schule nicht vermittelt: die Gefahren der Geldanlage und die zum größten Teil versteckten Kosten. Während die Erkenntnis, dass sich Kleinsparer möglichst von Einzelanlagen wie Beteiligungen (Aktien) an nur einer oder Anleihen von nur einer Firma fern halten müssen, weil das Risiko des Totalverlusts viel zu groß wäre, schnell bei den Schülern ankam, war das Erstaunen spürbar, als Ernst Rudolf darüber aufklärte, dass auch Geldanlagen wie Brötchen oder Wurst verkauft werden. Die sogenannten Kundenberater einer Bank sind tatsächlich Bankprodukteverkäufer. Und die „Beratung“ ist in keiner Weise kostenlos, sondern zielt darauf ab, die in den Produkten enthaltene Provision einzustreichen und die Kosten daraus zu bestreiten, was stets zu Lasten der vom Kunden angelegten Summe geht. Man kann sagen, wer zu Bank geht, kommt mit umso schlechteren Produkten wieder heraus je weniger er über externe und interne Kosten weiß.

Wissen, Erfahrung, Zeit und das Minimieren der Kosten sind die Eckpfeiler erfolgreicher Geldanlage. Die Schüler stellten fest, dass, wenn ihnen die drei ersten Faktoren fehlen, sie beim Erwerb von Geldprodukten mit großer Wahrscheinlichkeit in eine Kostenfalle tappen und zu viel bezahlen. In der Zukunft bestünde eine sinnvolle Lösung aus der Inanspruchnahme einer Geldanlagedienstleistung, die im Gegensatz zur üblichen Verkaufsberatung keine Produkte vermittelt, sondern den Kunden zunächst berät und im Anschluss daran dauerhaft betreut. Mögliche Modelle sind eine Sparplanvermögensverwaltung ab einer Einlage von 200 Euro monatlich oder ein Vermögensverwaltungsdepot, das man sich ab einer Gesamteinlage von etwa 25.000 Euro einrichten lassen kann.

Am Ende wurde es konkret: Was kann ein Schüler sinnvoller Weise mit 2000 Euro tun, von denen er 1000 mit einem Anlagehorizont von acht bis zehn Jahren optimal anlegen will? Ernst Rudolf eröffnete die Perspektive in einen Index-Fonds (ETF) zu investieren, der für Ereignisse auf der ganzen Welt steht, oder in einen weltweit anlegenden aktiv gemanagten Aktienfonds. Diese Produkte bekommt man bei jeder Bank und man kann mit ihnen Erfahrungen sammeln, die später womöglich von Nutzen sind. Beide Anlagen sind gegen Totalverlust gefeit, aber schwanken analog zu den weltweiten Aktienmärkten, die sie repräsentieren. Über den Zeitraum (10 Jahre) beträgt die Renditeerwartung etwa 6 Prozent, wobei Schwankungen von 20 bis 30 Prozent durchaus üblich sind.

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admin am 30. Juni 2017 in Veranstaltungen

Geldanlage für junge Leute in den Kompetenzen-Workshops des Schlossgymnasiums Mainz – 21.6.2017


Notwendiges Wissen, das die Schule nicht vermittelt
Die Schülervertretung des Schlossgymnasiums Mainz stellt auch dieses Jahr wieder ein Schulprojekt auf die Beine und nennt es „Die Kompetenzen-Workshops“. Die Idee dahinter: Schüler der Oberstufe und der 10. Klasse sollen im Rahmen von Workshops unterschiedlicher Länge Wissen erwerben können, das man im alltäglichen Leben zwar benötigt, das aber in der Schule so nicht vermittelt wird. Eines der vorgeschlagenen Themen, neben Steuererklärung, MS Office, Medienrecht und einigen mehr: „Wie gehe ich langfristig mit meinem Geld um?“

Auf der Suche nach einem passenden Referenten landete zu Beginn des Jahres eine Einladung im Briefkasten der Rudolf Wirtschaftsberatung – und Ernst Rudolf sagte gern zu.

Am Mittwoch, dem 28.6., ist es soweit: Ernst Rudolf widmet sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern dem Thema Geldanlage für junge Leute.

Hier der Begleittext zur Veranstaltung:
Alles Wichtige rund ums Geld für junge Leute
Doch, es bringt etwas! Und der Aufwand ist gar nicht so hoch! Auch in jungen Jahren und mit wenig Geld in der Tasche gibt es bessere Geldanlagen als unter der Matratze oder in der Spardose. Dieses Seminar ist für junge Menschen – Schüler, Auszubildende, Studenten oder Berufsanfänger –, die mehr zum Thema Geld erfahren wollen.
Die wichtigsten Inhalte:
• Warum sich Geldanlage erst recht für junge Leute lohnt
• Wie ich als Berufsanfänger Geld sinnvoll anlege
• Welche Sparmodelle gibt es und wie funktionieren sie?
• Berufsunfähigkeit – was ist das?
• Warum das Absichern der Arbeitskraft so wichtig ist

Ernst Rudolf ist zertifizierter Finanzplaner und staatlich zugelassener Vermögensverwalter. Er berichtet aus der Praxis, gibt einen Leitfaden für richtige Ansätze zur Vermögensbildung und Absicherung der Berufslaufbahn und freut sich auf einen regen Austausch mit den Teilnehmern.

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admin am 21. Juni 2017 in Veranstaltungen

Der Nachhaltigkeit gehört die Zukunft – 16.06.2017


In die richtige Richtung steuern
Donald Trump hat für sich und seine Anhänger angekündigt, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszusteigen. Vor dem Hintergrund des Umstandes, dass eine tatsächliche Kündigung erst 2019 eingereicht werden kann und sie nach einem (weiteren) Jahr Kündigungsfrist faktisch wirksam würde – mit dem Ende der Amtszeit Trumps übrigens – bleiben noch genügend Gelegenheiten, wieder zur Besinnung zu kommen. Daneben haben so gut wie alle anderen Staaten, Länder und viele Unternehmen mehr als einmal betont, dass Sie am Klimaschutz festhalten wollen.

Ohnehin kann jeder Anleger mit seiner Investitionsentscheidung dem Raumschiff Erde helfen, in die richtige Richtung zu steuern. Nachhaltige Geldanlage ist ein Phänomen, das auch Donald Trump nicht aufhalten kann. Depots mit rein nachhaltigen Geldanlagen sind mittlerweile so robust aufgestellt, dass sich selbst ein Ausstieg der USA nicht negativ auswirken würde. Der Nachhaltigkeit gehört die Zukunft, so oder so. Deshalb sind wir überzeugt, dass gerade in Nachhaltigkeitsdepots noch viel Potenzial steckt, das nach und nach zur Geltung kommen wird.

Langfristige Perspektive
Jenseits aller medialer Aufregung leben wir, rein konjunkturell betrachtet, in eher ruhigen Zeiten. Die Wirtschaft steht in den USA und Europa sehr gut bis gut und in den Schwellenländern zufriedenstellend da. Es gibt keine objektiven Anzeichen für einen bald eintretenden Crash, einerseits. Andererseits: Offenbar typisch für ruhige Zeiten, da ist der Mensch ganz bei sich, ist die Frage, ob es sich um die Ruhe vor dem Sturm handelt. Plötzliche politische Beben, wie sie unlängst Brasilien bis hinein in die Börsen erschütterten, veranschaulichen aber das stets vorhandene Potenzial schneller Umbrüche.

Im fünftgrößten Land der Erde mit der neuntgrößten Volkswirtschaft der Welt sah sich Präsident Temer in der zweiten Monatshälfte, nachdem eines seiner Gespräche abgehört worden war, mit erheblichen Korruptionsvorwürfen konfrontiert, die ihn das Amt kosten können. Daraufhin stürzte der brasilianische Aktienindex Bovespa an einem Tag um 8,8 Prozent in den Keller, dem stärksten Tagesverlust seit der Finanzkrise 2008. Zeitweilig musst der Börsenhandel sogar ausgesetzt werden, weil die Kursabschläge 10 Prozent überschritten. In den Folgetagen blieb eine nennenswerte Erholung aus, trotz Stützmaßnahmen der brasilianischen Notenbank. Die wirtschaftliche Erholung des Landes scheint fürs erste gestoppt, auch wenn nach unserem Dafürhalten der Prozess in Anbetracht der riesigen wirtschaftlichen Möglichkeiten nur eine Pause einlegt.

Für professionelle Vermögensverwalter zeigen die Ereignisse jenseits des Atlantiks, dass politische Beben oft schnell und unerwartet kommen und zu extremen Kursausschlägen führen. Weil sie aber meist nicht lange anhalten, ist es sinnvoll, die von ihnen ausgelösten Kursrücksetzer an regionalen Börsen in den Erwerb günstiger Aktien umzuwandeln. Vor diesem Hintergrund haben Experten Ende Mai in chancenorientierten Depots die Gelegenheit genutzt und in einen Fonds investiert, der breit gestreut den brasilianischen Aktienmarkt abdeckt. Dafür kamen Cash-Positionen zum Einsatz, die sie für solche Fälle vorhalten. Die breite Streuung bietet die notwendige Sicherheit, dass sich diese Investition mit der langfristigen Perspektive der zu erwartenden Erholung der brasilianischen Wirtschaft auszahlt.

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admin am 16. Juni 2017 in Aktuelles

Katholische Erwachsenenbildung Wiesbaden: Seminar Geldanlage 50 plus, ethisch und nachhaltig investieren – 8.6.2017


Die ganze Wahrheit
Im Herbst vergangenen Jahres erhielt Ernst Rudolf eine Einladung von Gabriele Socher-Schulz, die in der Katholischen Erwachsenenbildung Wiesbaden die Gruppe „Frauentreff am Vormittag“ leitet. Darin setzen sich die Teilnehmerinnen vierzehntägig mit Themen aus Religion, Kultur, Politik und mehr auseinander. Für das Programm 1/2017 bestand der Wunsch nach einem Vortrag zum Thema Geldanlage 50 plus, in dem auch die ethischen und nachhaltigen Varianten der Geldanlage eine prominente Rolle spielen sollten. Das Treffen fand gestern im RoncalliHaus in Wiesbaden in sehr angenehmer Atmosphäre statt.

Aus der Gruppe kam gleich zu Beginn der Wunsch „die ganze Wahrheit“ über das Finanzwesen, die Finanzbranche und die aktuellen Entwicklungen wissen zu wollen, ohne Wenn und Aber. Eine Aufforderung, der Ernst Rudolf gern nachkam. Schließlich kann nur der sinnvoll etwas ändern, der weiß, wie es um ihn steht. Also: Wir befinden uns aktuell in fast der gesamten westlichen Welt in einer Nullzinsphase, die schon seit geraumer Zeit anhält und deren Ende nicht absehbar ist. Das bedeutet: Es gibt auf festverzinste Wertpapiere keine Rendite mehr. Herkömmliche Sparformen wie Sparbuch, Banksparplan, Lebensversicherung, Staatsanleihen und Bausparvertrag sind zu Auslaufmodellen geworden. Darüber hinaus findet durch die zwar geringe, aber dennoch vorhandene Inflation eine permanente Geldentwertung statt.

Substanzwerte bringen Sicherheit
Was aber kann man tun, wenn die Zeiten reiner Sparanlagen vorbei sind, die mit fester Verzinsung in der Vergangenheit einfach und leicht durchschaubar 4 bis 6 Prozent Zinsen pro Jahr eingebracht haben? Die Antwort ist klar: Anleger müssen sich auch Substanzwerten wie Aktien, Immobilien und Rohstoffen etc. öffnen, in die sie einen erheblichen Teil ihres Vermögens investieren, allein um es zu erhalten und Geldentwertung zu vermeiden. Alles, was man braucht, um es bestmöglich in die Tat umzusetzen, sind viel Zeit, viel Wissen und viel Erfahrung – die die meisten Anleger nicht haben. Doch auch hier ist Hilfe nah: Professionelle Vermögensverwalter sind Geldanlagedienstleister, die das erledigen, was ihre Mandanten im Alleingang nicht können: Auswahl der passenden Investitionen und ständige Betreuung der Anlagen.

Vermögensverwaltung als Dienstleistung gibt es schon lange; sie war bis vor einiger Zeit aber nur sehr vermögenden Anlegern zugänglich. Durch den Einsatz standardisierter Verfahren und erhebliche Fortschritte in der EDV bieten professionelle Vermögensverwalter mittlerweile ihre Dienste auch für Anlagevolumen ab 25.000 Euro an. So profitieren auch Kleinanleger von außerordentlichen Vorteilen, genießen eine ganzheitliche Betreuung – unabhängig, fair und transparent – und sind damit auf der sicheren Seite. Auf der sicheren Seite auch deshalb, weil einerseits Vermögensverwaltung nur von Instituten angeboten werden darf, die die notwendige Ausbildung, Erfahrung und Qualifikation in einem jahrelangen Prozess nachgewiesen haben, und andererseits die Kosten für die Mandanten mehr als günstig sind, was Ernst Rudolf auf Fragen aus der Gruppe bestätigte.

Zwischenfazit: Für die meisten Anleger ist es sinnvoll, mit Gelddienstleistern zusammenzuarbeiten. Denn Sie verfolgen ausschließlich die Interessen ihrer Mandanten, die dafür weniger Zeit und Geld einsetzen müssen, als wenn sie allein tätig wären.

Was sich alle Anleger wünschen
Neben Werten wie Unabhängigkeit, Fairness, Ehrlichkeit und Transparenz stehen professionelle Vermögensverwalter aber auch für die Möglichkeit ethischer, weil nachhaltiger Geldanlage. „Vielen Menschen genügt es heute nicht mehr, ihr Geld einfach zu vermehren, sie wollen stattdessen sinnvoll investieren – in Anlagen, die ökologisch einwandfrei sind, ethischen und moralischen Kriterien genügen und die einen Nutzen für die Gemeinschaft bringen“, stellt Ernst Rudolf fest. Darüber hinaus hat sich in der jüngeren Vergangenheit weltweit gezeigt, dass Nachhaltige Geldanlagen nicht nur gut angelegtes Geld sind, sondern obendrein eine erstklassige Rendite erwirtschaften. Auf viele Fragen aus der Gruppe zu den Kriterien der Nachhaltigkeit und wie Anleger sicher sein können, dass sie eingehalten werden, gab Ernst Rudolf überzeugende Antworten.

Geldanlagedienstleistungen, wie professionelle Vermögensverwalter sie bieten, sind im Grunde das, was sich alle Anleger wünschen. Leider haben große Institute kein Interesse daran, weil deren Geschäft auf dem Vertrieb von Produkten beruht, für die sie Provisionen einstreichen. Dazu nutzen sie gern die Unwissenheit von Anlegern aus, denen sie oft schlechte und teure Produkte verkaufen, die bis zum Totalverlust führen können. Je mehr Menschen aber von den Fähigkeiten und Qualitäten von Geldanlagedienstleistern erfahren, desto größer ist die Anzahl derjenigen, die für ihre aktuellen Anlageprobleme echte Lösungen finden – bei bestmöglicher Betreuung und zu mehr als fairen Kosten.

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admin am 08. Juni 2017 in Veranstaltungen