Monatsarchiv für Februar 2018

VHS-Seminar Sicherheit bei der Geldanlage in Wiesbaden – 16.02.2018


Wie man ein guter Sparer wird
In einer Umfrage über die Eigenschaften und Qualitäten der Deutschen als Sparer käme vermutlich heraus, dass sie traditionell eifrig und stets erfolgreich dem Vermehren des Geldes nachgehen. Ein Vorurteil – leider. Denn die meisten Deutschen sind im Grunde schlechte Sparer, denn sie kennen in der Geldanlage nur schwarz oder weiß: Entweder sie stürzen sich tollkühn in halsbrecherische Investments am Grauen Kapitalmarkt, wo Anbieter mit außerordentlichen Zinsen für Beteiligungen an Windkraft, Tropenholz oder Kinofilmen locken, und scheitern oft – und oft mit großen Verlusten. Oder sie schließen am Bankschalter verängstigt und demütig überteuerte Bankprodukte oder Lebensversicherungen ab, die schon seit langer Zeit geringe bis keine Renditen mehr abwerfen.

Weder schwarz noch weiß
Ein vernünftiger Mittelweg führt über andere Pfade – eine Erkenntnis, die nicht neu ist, aber sich wegen der durch erworbene Sparkultur schwierigen Voraussetzungen nur nach und nach ausbreitet. Wenn aber weder schwarz noch weiß wirklich gut sind, wie sieht sie aus, die für mich beste Methode, mein Geld so anzulegen, dass bei größtmöglicher Sicherheit der optimale Ertrag dabei herauskommt? Um darüber mehr zu erfahren, waren insgesamt 14 Teilnehmer zum Seminar „Sicherheit bei der Geldanlage“ in der VHS Wiesbaden erschienen. Die Hintergründe unterschieden sich: Manche waren nicht mehr mit dem Umstand zufrieden, dass nach Erbschaft oder Immobilienverkauf auf Tagesgeld- oder Girokonten größere Beträge liegen, und wollten etwas gegen ihre Verunsicherung tun, was sie damit am besten anfangen.

Optimale Geldanlage bei geringstem Aufwand
Eine zweite Gruppe interessierte sich vor allem für die Verbesserung der eigenen Altersvorsorge. „Von der Rente ist in Zukunft immer weniger zu erwarten, also muss ich mein Geld besser anlegen als mit null bis zwei Prozent“, stellte eine Teilnehmerin treffend fest. „Früher hat man ein festverzinstes Wertpapier gekauft, nach Ablauf den Zins mitgenommen und danach ein neues erworben. Aber wenn es auf der Bank keine Zinsen gibt, aber trotzdem eine Inflation, dann wird mein Geld sogar weniger.“ Stimmt. Was übrigens alle Teilnehmer einte: Der Wunsch nach optimaler Geldanlage bei persönlich möglichst geringem Aufwand. „Ich würde im Wortsinne etwas dafür geben, wenn ein echter Profi, dem ich vertrauen kann, die Geldanlage für mich erledigt und ich mich nicht darum kümmern müsste.“

Richtige Gewichtung
Ernst Rudolf erarbeitete gemeinsam mit der Gruppe Lösungen für alle vorgetragenen Wünsche und Interessen, wobei er betonte, dass im Sinne der Sicherheit einerseits und der Rendite andererseits der Mittelweg über eine breite, möglichst weltweite Streuung der Anlagen führt, in die alle relevanten Anlageklassen einbezogen sind. Wer richtig anlegt, fährt kein Auto mit nur zwei Gängen (einen für schwarz, einen für weiß), sondern baut in sein Anlagegefährt ein variables Getriebe aus Aktien, Immobilien, Anleihen und Rohstoffen/Edelmetallen ein, mit dem er für alle Wegstrecken gerüstet ist. Zur richtigen Gewichtung lohnt es sich, den Rat unabhängiger Experten einzuholen, die zudem durch konstante Betreuung wertvolle Unterstützung leisten können.

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admin am 16. Februar 2018 in Veranstaltungen

Wissen, Erfahrung und Zeit – 15.02.2018


Der Erfolg des Vermögensverwalters ist der Erfolg des Mandanten
Haben Sie an dieser Stelle schon lang nichts Relevantes mehr von Donald Trump gelesen? Das war womöglich erholsam für alle Beteiligten und es setzt sich fort. Denn als in der letzten Januarwoche die Aktienmärkte überraschend einbrachen, wollte der Präsident der USA, der zuvor den Aufschwung selbstverständlich für sich reklamiert hatte, keinen Beitrag zur Aufklärung leisten. Stattdessen haben sich Menschen, die wirklich etwas von der Materie verstehen, auf die Suche nach Gründen für den plötzlichen Sinneswandel an den Börsen gemacht und sind dabei auf insgesamt drei Szenarien gestoßen, von denen sie zwei als möglich, aber unwahrscheinlich erachten: einerseits eine Trendumkehr am Aktienmarkt, also der Einstieg in eine Rezession, und andererseits die Angst vor steigenden Zinsen, die der Börse Kapital entziehen würden.

Weil aber die konjunkturelle Entwicklung rund um den Globus zu robust für eine Rezession ist und die Anleiherenditen unterdessen auch schon wieder gefallen sind, spricht sehr viel für Möglichkeit drei: ein „reinigendes Gewitter“. Damit bearbeiten die Märkte im Sinne einer technischen Korrektur in zum Teil heftiger Weise u. a. einen Teil des starken Anstiegs, der im Januar stattgefunden hat. Darüber hinaus hatten sich in den zwei Jahren zuvor die Aktienkurse praktisch wie am Lineal nach oben gezogen entwickelt. Wertschwankungen schienen abgeschafft. Viele Anleger, die vor allem in ETFs (Exchange Trades Funds, sogenannte Indexfonds) investieren, sind von diesem vermeintlich paradiesischen Umfeld an die Märkte gelockt worden oder haben sich davon „einlullen“ lassen. Manch einem dürfte von einem Tag auf den anderen aufgegangen sein, dass er seine Risikotragfähigkeit überschätzt hat.

Fairness und Gerechtigkeit
Eilige Verkäufe vieler Einzelner sind eine Erklärung für die zum Teil kräftigen Kursbewegungen innerhalb eines Handelstages. Computergesteuerte Handelssysteme und quantitative Risikomodelle, die zunehmend ETFs als Anlagevehikel nutzen, haben den Trend verstärkt. Wenn, wie Ende Januar geschehen, eine wachsende Zahl von Investoren das Gleiche tut, nämlich verkaufen, falls bestimmte, von Computern definierte Limits gerissen werden, geraten die Kurse deutlich unter Druck. Offenbar hat es den plötzlich in Verkaufsnot geratenen ETF-Anlegern am notwendigen Wissen und der notwendigen Erfahrung gemangelt, die für sinnvolle und erfolgreiche Geldanlage unabdingbar sind. ETFs sind unproblematisch, solang die Kurse steigen. Aber schon mit den Antworten auf die Fragen „Welche ETFs sind gut für mich?“ und „Welche ETFs passen wann in mein Depot?“ sind die meisten überfordert.

Für professionelle Vermögensverwalter sind in der Verwaltung und Betreuung der Geldanlagen ihrer Mandanten Fairness und Gerechtigkeit zentrale Motive. Sie bieten eine Dienstleistung, die darauf ausgerichtet ist, im Sinne der gemeinsam verabredeten Ziele das Bestmögliche für das ihnen anvertraute Vermögen zu erreichen. Dabei sitzen sie mit ihren Mandanten in einem Boot. Denn: Sie verkaufen keine Finanzprodukte, für die sie Provision erhalten würden, sondern sie setzen ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung für die Anlageergebnisse und zum Wohle ihrer Mandanten ein. Ihr Erfolg ist der Erfolg der Mandanten. Apropos Zeit: Vermögensverwaltung in Depots und entsprechenden Sparplänen bedeutet für die Mandanten mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. Denn in der Zeit, in der der Vermögensverwalter für sie tätig ist, müssen sie sich um nichts kümmern.

Eine auf Dauer angelegte Dienstleistung
Professionelle Vermögensverwalter arbeiten täglich daran, ihre Kernanliegen Fairness und Gerechtigkeit angemessen in die Tat umzusetzen, und lassen sich dabei von den Begriffen einfach, professionell, fair und flexibel leiten. Sie verstecken sich nicht hinter komplexen und komplizierten Produkten, sondern zeigen einfach und klar, welche Dienstleistungen ihre Mandanten von ihnen bekommen. Als Profis verfügen sie über die notwendigen Werkzeuge, sie nutzen im Einkauf Rabatte, arbeiten nur mit bewährten Fondsmanagern zusammen und gehen durch weltweite Streuung Risiken aus dem Weg. Sie sind die Vertrauenspersonen an der Seite ihrer Mandanten, die dafür sorgen, dass es mithilfe einer Jahresgebühr zu einer fairen Vergütung der Dienstleistung kommt. Die oft üblichen Gebühren bei jeder Transaktion gibt es bei ihnen nicht. Anfallende Bestandsprovisionen aus Fonds schreiben sie dem Depot des Mandanten gut.

Ein Depot oder mehrere verschiedene? Einzahlungen in Depot oder Sparplan – einmalig, regelmäßig, in der Höhe variieren, anhalten, wieder fortsetzen? Auszahlpläne, beispielsweise um die Rente aufzubessern – anhalten, wieder fortsetzen? Alles ist möglich, denn in der Vermögensverwaltung wird FLEXIBILITÄT groß geschrieben. Und das Ganze bei maximaler Sicherheit. Denn das Geld liegt immer im Depot/auf dem Konto des Mandanten; er hat jederzeit die Verfügungsgewalt über sein Vermögen. Professionelle Verwalter führen im Auftrag ihrer Mandanten die Transaktionen durch. Die Depotbank haftet dafür, dass Geld und Vermögen zu keiner Zeit auf ein anderes Konto übertragen wird. Sie ist ausschließlich auf das angegebene Referenzkonto des Mandanten auszahlungsberechtigt.

Professionelle Vermögensverwaltung ist eine auf Dauer angelegte Dienstleistung, in der der Verwalter gemeinsam mit seinem Mandanten eine vertrauensvolle Zusammenarbeit anstrebt. Er tut alles dafür, dass sein Mandant erfolgreich ist, denn dessen Erfolg ist auch sein Erfolg.

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admin am 15. Februar 2018 in Aktuelles