Monatsarchiv für März 2018

VHS-Seminar Nachhaltige Geldanlagen in Wiesbaden – 23.03.2018


Sinnvoll, aber auch sicher investieren
Immer mehr Menschen wollen ihr Geld umweltfreundlich und ethisch korrekt anlegen. Aber schon die Frage, was echte nachhaltige Geldanlage ist, lässt sich nicht so leicht klären. Auf ihre Gründe angesprochen, die sie zum Kommen bewegt hatten, nannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VHS-Seminars Nachhaltige Geldanlage in Wiesbaden vor allem den Wunsch nach einem guten Gefühl bei der Geldanlage. „Man hört und liest immer wieder so viel Schlechtes aus dem Finanzbereich, deshalb würde ich mein Geld gern sinnvoll, aber auch sicher investieren“, stellte eine Teilnehmerin fest und andere ergänzten: „“Ich habe einige schlechte Erfahrungen mit Banken und deren Produkten gemacht. Mittlerweile fehlt mir das Vertrauen und ich bin auf der Suche nach etwas Verlässlichem, mit dem niemand Schaden anrichtet und besser noch ökologisch und sozial wertvolle Beiträge leistet.“

Klare Kriterien
Wenn es um nachhaltige Geldanlage geht, die den Namen auch verdient, ist es hilfreich, sich auf die Zusammenarbeit mit Experten einzulassen. Ein Beispiel: Für die Investition in Fondsvermögensverwaltungs-Depots, die rein aus Nachhaltigen Geldanlagen bestehen, gibt es klare und verlässliche Kriterien. Dass professionelle Vermögensverwalter und die Fondsmanager, die für sie tätig sind, sich an die Regeln halten, versteht sich von selbst. Wobei der Auswahlprozess für die eingesetzten Investmentfonds in den vergangenen Jahren immer aufwendiger und arbeitsintensiver geworden ist, wie Ernst Rudolf berichtete. Zum Erzielen bestmöglicher Ergebnisse und zum Einhalten der Kriterien arbeiten sie mit Daten-/Research-Anbietern zusammen, die sich beispielsweise Oekomresearch, Sustainalytics oder Trucost nennen und die, auch beispielsweise, quantitative Daten zu Treibhausemissionen und Umweltkosten zu Unternehmen der relevanten globalen Indizes liefern.

Nachhaltige Geldanlage im Detail
Für die Abgrenzung zu herkömmlichen Geldanlagen sind Definitionen nützlich: Nachhaltige Geldanlage bedeutet, dass die Unternehmen, in die beispielsweise professionelle Vermögensverwalter das Geld ihrer Kunden investieren, in den Bereichen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung über jeden Zweifel erhaben sind. Dies geschieht bevorzugt in Zielfonds, die Anteile von Unternehmen erwerben, die
• umwelt- und sozialverträgliche Technologien und Verfahren entwickeln, vertreiben oder verwenden;
• sozial- und umweltverträgliche Produkte entwickeln, herstellen oder vertreiben;
• Dienstleistungen anbieten, die eine nachhaltige Entwicklung fördern, insbesondere umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften;
• über die jeweiligen Standards der Branche, der Region oder des Landes hinausgehen. Dazu gehören Unternehmen, die regenerative Energien gewinnen, einsetzen oder damit handeln oder zu Reduktion des Energieverbrauchs und dem Erhöhen der Energieeffizienz beitragen und damit den Einsatz fossiler und atomarer Energiegewinnung verringern;
• Leistungen zum Verringern des Verbrauchs nicht erneuerbarer, natürlicher Ressourcen oder zur Substitution nicht erneuerbarer durch erneuerbare Ressourcen erbringen;
• Nahrungs- und Genussmittel naturverträglich oder gemäß den Kriterien des ökologischen Anbaus oder der artgerechten Tierhaltung gewinnen, herstellen, verarbeiten, vertreiben oder deren Absatz fördern;
• regionale Wirtschaftskreisläufe oder den fairen Handel fördern;
• soziales oder ökologisches Engagement über den Unternehmenszweck hinaus zeigen oder entwicklungspolitische Ziele unterstützen;
• besonders demokratische Unternehmensstrukturen, humane, soziale oder emanzipatorische Arbeitsbedingungen schaffen oder gezielt zum Abbau von Diskriminierung beitragen;
• Korruption bekämpfen.

Gutes Gewissen und gute Kurse
In der Schlussrunde waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass es für Privatleute ohne ausreichende Vorbildung in Sachen Finanzen in der heutigen hochkomplexen Anlagewelt nicht reicht, ein paar Zeitungsartikel und Bücher zu lesen, um das eigene Geld sicher, gewinnbringend und auch nachhaltig anzulegen. Vielmehr ist eine professionelle Beratung und Betreuung durch einen Vermögensverwalter sinnvoll. Sie war früher Einkommensmillionären vorbehalten, steht mittlerweile aber auch für deutlich kleinere Vermögenswerte zur Verfügung. Und mit noch einem Vorteil räumte Ernst Rudolf auf: Geld nachhaltig anlegen, bedeutet in keiner Weise auf Rendite zu verzichten. Denn zahlreiche Studien belegen, dass Nachhaltige Geldanlagen mindestens genauso gute Renditen erzielen wie herkömmliche Investments oder sogar bessere. „Meine Erfahrung zeigt, dass gutes Gewissen und gute Kursverläufe kein Widerspruch sein müssen.“

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admin am 23. März 2018 in Veranstaltungen

Ein neues Gleichgewicht finden – 15.03.2018


Was nach Goldlöckchen kommt
Wussten Sie schon, dass sich der Begriff Achterbahn von der Bezeichnung Figur-8-Bahn ableitet? Und weil es im Streckenverlauf immer so schön auf und ab geht, nennt man das die Nerven kitzelnde Fahrgeschäft immer schon auch Berg-und-Tal-Bahn. Sie ahnen, worauf es hinausläuft? Wir sind bei den Kapitalmärkten. Seitdem Ende Januar die Kurse zum ersten Mal erheblich einbrachen, hält der Trend zu mehr Schwankung an und ist in seinem Verlauf eher stärker geworden. Die Aktienmärkte sind offenbar auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht, das sie noch nicht gefunden haben.

„Zukünftig ist grundsätzlich mit höherer Volatilität zu rechnen“, weissagte Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank in Frankfurt, schon in der zweiten Februarwoche und führte als Grund „die bereits bestehende Kerbe von Überbewertung und Zinsangst“ an, in die Spekulanten an US-Terminmärkten geschlagen hatten. Gleichzeitig bescheinigte er der Gesamtveranstaltung Kapitalmärkte, dass das fundamentale Bild freundlich bleibe: „… erreicht laut ifo Institut das Wirtschaftsklima in der Eurozone im I. Quartal 2018 den höchsten Stand seit Sommer 2000 und bewegt sich weiter in die konjunkturelle Zyklusphase „Boom“ hinein.“ Womöglich sind es diese Widersprüche – positive wirtschaftliche Fundamentaldaten auf der einen und die bange Erwartung, dass nach so viel Sonne bald Regen kommen muss, auf der anderen Seite –, die das Auf und Ab befeuern.

Das Glas ist halb voll – mindestens
Starke Kurschwankungen sind übrigens in keiner Weise der Feind des Anlegers. Im Gegenteil: Er tut sogar gut daran, sie als Freund zu betrachten. So wie professionelle Vermögensverwalter, wenn sie das Geld ihrer Mandanten in einer Sparplanvermögensverwaltung anlegen. Die Sparplanvermögensverwaltung nutzt im Zuge der monatlichen Einzahlungen die Schwankungen am Kapitalmarkt im Anlageverlauf mehrerer Jahre systematisch aus. Vor allem in den ersten Jahren sind professionelle Vermögensverwalter immer wieder darauf erpicht, Geldanlagen möglichst günstig einzukaufen. Dies führt dazu, dass der Wert des Sparplandepots vorübergehend sinkt. Wenn die Kurse zwischenzeitlich fallen, bekommen wir aber bei gleichbleibendem Anlagebetrag mehr Aktienanteile. Und wenn die Kurse wieder steigen, macht sich das kaufmännische Motto „Im Einkauf liegt der Gewinn“ positiv bemerkbar.

Also alles eine Frage der Betrachtungsweise? „Goldilocks“ nennen die Börsianer den idealen nach dem Märchen „Goldlöckchen“ benannten paradiesischen Zustand, in dem für sie alles passt: starke Konjunktur, niedrige Zinsen, mäßige Inflation, boomende Aktienmärkte. Goldlöckchen hat sich Ende Januar verabschiedet. Seither herrschen Nervosität und Unsicherheit, die Experten rätseln, wie es weitergeht und wägen ab, was für einen Crash und was für eine Zwischenkorrektur spricht. Aber das Beispiel Sparplanvermögensverwaltung zeigt, welch große Rolle die Erwartung spielt: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Sieht man nur Risiken oder konzentriert man sich auf die Chancen? Lässt man sich von Angst beherrschen oder handelt man professionell?

Zu den starken Händen gehören
Man kann jeden Anleger verstehen, dem es mulmig wird, wenn die Werte sinken. Aber es sind vor allem Laien, die in solchen Situationen verlieren, weil sie in Panik falsche Entscheidungen treffen, zum schlechtesten Zeitpunkt aussteigen und so Verluste realisieren. Altmeister Kostolany pflegte von „schwachen Händen“ zu sprechen, die durch eine Marktkorrektur herausgeschüttelt werden. Professionelle Vermögensverwalter sorgen dafür, dass ihre Mandanten zu den starken Händen gehören. Sie schauen auf die durch die veränderte Situation entstandenen Potenziale und prüfen, ob sie frei gewordene Qualitätsaktien preiswert ins Depot nehmen, damit sie im kommenden Anstieg zum Renditeträger werden. Sie lassen aber auch nicht außer Acht, dass Crash-Propheten recht behalten könnten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eher gering ist.

Falls er kommt, der Crash, wird sich niemand darüber freuen, aber es gibt auch keinen Grund davor Angst zu haben. Stattdessen wissen professionelle Vermögensverwalter, dass sich in einem Kursrückgangsszenario jede Menge Chancen ergeben – wofür sie in robusten Depots genügend Cash-Positionen bereithalten, um passend darauf reagieren und die sich bietenden Chancen nutzen zu können. Dafür – für Chancen! – haben sie zuletzt in passenden Depots auch Edelmetallpositionen leicht erhöht, die nach dem ersten Ausverkauf Ende Januar günstig zu haben waren und in denen viel Erholungspotenzial steckt.

Die Finanzwelt befindet sich offenbar in einer Übergangsphase vom Goldlöckchen zurück zur Normalität. Das ist kein Grund zur Sorge, auch wenn die Schwankungen irritieren. Professionelle Vermögensverwaltung bedeutet, in guten Händen zu sein, um zu den starken Händen zu gehören.

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admin am 15. März 2018 in Aktuelles

Depot-Vermögensverwaltung nutzt Chancen – 5.3.2018


Viele Deutsche sparen falsch
Man könnte meinen, in den vergangenen Jahren hätte sich herumgesprochen, dass es in der aktuellen Nullzinslage auf festverzinsliche Wertpapiere und Tagesgeldkonten und Sparbücher so gut wie keine Zinsen mehr gibt. Das hält aber Deutschlands Privatanleger nicht davon ab, mindestens die Hälfte ihrer frisch angelegten Gelder auf – genau: Sparbücher und Tagesgeldkonten zu deponieren. Geldentwertung durch Inflation? Ja, die gibt es wohl, aber solang sich die Zahlen nicht ändern (10.000 bleiben schließlich 10.000, egal, wie oft oder lang man draufschaut), nimmt der Durchschnittsanleger lieber in Kauf, dass sein Geld schleichend an Wert verliert, als dass er sich sinnvolleren Geldanlagen zuwendet, die ihm aber ihrer Schwankungen wegen eher unheimlich sind.

So kommt es, dass das Gros der Deutschen immer noch einen Bogen um Aktienmärkte macht, was die Deutsche Bundesbank in den hübschen Satz packt: „Die Präferenz der privaten Haushalte für liquide und risikoarme Anlagen hält an.“ Ende September vergangenen Jahres horteten die Bürger dieses Landes 2270 Milliarden Euro und damit rund 39 Prozent ihres Geldvermögens als Bargeld oder Einlagen auf Giro- oder Tagesgeldkonten, wo es einerseits nicht unter der Matratze langen Fingern leicht zugänglich und damit „sicher“ ist und andererseits auf jedem Kontoauszug sicher und in der Summe verlässlich sichtbar. Auf Aktien und/oder Fonds entfielen im Übrigen 632 Milliarden Euro und damit rund 11 Prozent des Geldvermögens der Privathaushalte. Kein Wunder, dass die Vermögensrenditen in Deutschland im internationalen Vergleich besonders niedrig sind. Schließlich sind Aktien auf lange Sicht nicht erst seit der Nullzinsphase anderen Anlagenklassen in Sachen Rendite eindeutig überlegen.

Ganzheitliche Betreuung – unabhängig, fair und transparent
In Zeiten, in denen Menschen gezwungen sind, privat für das Alter vorzusorgen, wird diese falsche Gewichtung zunehmend zum Problem. Denn in einem Niedrigzinsumfeld ist es ohne eine gesunde Portion Aktien so gut wie unmöglich, ein relevantes Einkommen oder einen erheblichen Ertrag zu erzielen. Was also tun? Wie die Scheu vor dem unbekannten Land überwinden? Am besten, man sucht und findet einen Partner. Menschen, die ihr Geld sicher und gewinnbringend anlegen wollen und dabei nicht unter Zeitdruck stehen – empfehlenswert ist ein sogenannter Anlagehorizont von mindesten drei Jahren –, sind mit einem oder mehreren Vermögensverwaltungs-Depots gut beraten, in denen ihr Geld in Fonds aller zur Verfügung stehenden Anlageklassen und damit in einem sinnvollen Verhältnis auch in Aktien investiert wird – weltweit, breit gestreut und damit so sicher wie irgend möglich.

Professionelle Vermögensverwalter bieten in der Fonds-Vermögensverwaltung schon seit einiger Zeit ihre Dienste auch für Anlagevolumen ab 30.000 Euro an. Damit profitieren alle Anleger von außerordentlichen Vorteilen, genießen eine ganzheitliche Betreuung – unabhängig, fair und transparent – und sind auf der sicheren Seite. Das ist möglich mithilfe standardisierter Verfahren, die sich über Jahre bewährt haben und mit denen beide Seiten ein lohnendes Kosten-Nutzen-Verhältnis erzielen, einerseits. Andererseits sind die erzielten Renditen in jedem Fall größer als auf einem Tagesgeldkonto.

Sparplan-Vermögensverwaltung statt Sparbuch oder Bausparvertrag
Wer nicht viel auf der hohen Kante hat und deshalb lieber in Raten spart, ist heutzutage mit Sparbuch oder traditionellem Bausparvertrag nicht mehr gut dabei. Gründe: Sparbücher unterliegen dem Nullzins und Bausparkassen berechnen hohe Gebühren bei eher bescheidenen Zinsen. Gut möglich, dass man am Ende nicht einmal seine Beiträge zurückbekommt. Wesentlich effektiver und effizienter, weil renditeträchtiger und kostensparender arbeitet monatlich angelegtes Geld in einer Sparplan-Vermögensverwaltung – erst recht, wenn die Absicht besteht, später eine Immobilie zu erwerben.

Nehmen wir einen Sparplan mit 300 Euro Monatsrate als Beispiel: Im Vergleich zu einem Bausparvertrag beträgt in einer Sparplan-Vermögensverwaltung der Unterschied der nach zehn Jahren angesparten Summe bis zu 10.000 Euro. Das heißt, anstatt 36.000 Euro haben Anleger 46.000 Euro auf dem Konto. Wenn nach dieser Zeit die Zinsen wieder höher sind, ist eine Einmalzahlung in einen Bausparvertrag der bessere Weg, um sich ein günstiges Darlehen zu sichern. Wer zuerst bestmöglich anspart und dann einmalig einzahlt, hat zudem den großen Vorteil, dass ihm zum aktuellen Zeitpunkt mehr Informationen (Was kann und will ich mir leisten? Wie viel Eigenkapital steht mir zur Verfügung? Was verdiene ich jetzt? Wie viel will ich für die Finanzierung/Kredite maximal ausgeben?) zur Verfügung stehen, die helfen, die Bausparkasse und den Tarif zu finden, die zur aktuellen Situation am besten passen. So spart man zusätzlich zum höheren Sparvolumen auch noch Geld.

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admin am 05. März 2018 in Aktuelles