Monatsarchiv für März 2019

Schwache Aktienmärkte zum Wochenschluss

Die letzte Woche ging für die aus unserer Sicht wichtigsten Handelsplätze uneinheitlich zu Ende. So legte Japan mit + 0,8% (Nikkei 225 – Börsenschluss heute früh unserer Zeit – der aktuelle Future auf den Nikkei liegt knapp 2% im Minus) leicht zu. In den USA, mit – 0,1 % (S&P 500), bleibt es zur Stunde im Wochenvergleich nahezu unverändert. Allerdings sind die Vorzeichen an den US-Börsen für den heutigen Tag deutlich negativ. In Europa drehte das vorher freundliche Bild bereits zur Wochenmitte. Der Deutsche Aktienmarkt führte die Verliererliste an: – 2,4 % (DAX) und Europa (EuroStoxx 50) verlieren nur unwesentlich weniger mit – 2,2 %.

Schwache Einkaufsmanager Index Zahlen belasten die Europäischen Börsen
Der Grund für den schwachen Wochenausklang in Europa, dürften die Börsianer heute in den schwachen Einkaufsmanager Index Zahlen suchen, die heute Morgen veröffentlicht wurden. So geht die deutsche Industrie in eine beschleunigte Talfahrt über. Daraus lässt sich ableiten, das die deutsche Wirtschaft im März 2019 so langsam gewachsen ist, wie es seit 2013 nicht mehr zu verzeichnen war. Ein weiterer Stellenrückgang sorgt in der Industrie dazu, dass neugeschaffene Jobs so gering ausfielen wie zuletzt vor knapp 3 Jahren.

Die amerikanische Notenbank beendet den Zinserhöhungszyklus und die Bilanzverkürzung
Auf den ersten Blick gestaltete sich am vergangenen Mittwoch die Entscheidung der amerikanischen Notenbank, den aktuellen Leitzins (2,25 – 2,50%) unverändert zu lassen, als relativ unspektakulär und wurde so auch im Vorfeld erwartet. Eine Zinserhöhung für das laufende Jahr, scheint nun nicht mehr auf der Agenda zu stehen. Weiterhin gab die Fed Einzelheiten zum geplanten Stopp der Bilanzschrumpfung bekannt. Bereits ab Mai wird das Tempo der Bilanzverkürzung gedrosselt und von Oktober an soll die dann erreichte Bilanzgröße weitgehend konstant gehalten werden.

Bei einer tieferen Analyse wird klar, dass die Notenbanker in Amerika sorgenvolle Blicke auf den weiteren Verlauf der Konjunktur richten. Sie bescheinigen der amerikanischen Wirtschaft zwar aktuell immer noch eine gute Verfassung. Offensichtlich wachsen die Sorgen der Fed vor einer spürbaren Wachstumsverlangsamung im weiteren Jahresverlauf und darüber hinaus.

Wenn man diese Fakten zusammenfasst, dann hat die Fed am Mittwoch durch die Hintertür das Ende des jüngsten Zinserhöhungszyklus (seit Dezember 2015) verkündet. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Fed im ersten Halbjahr 2020 zu Zinssenkungen übergehen wird.

Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen fiel diese Woche auf ein neues Jahrestief und notiert zur Stunde mit -0,026% im negativen Bereich.

Kurzüberblick über die wichtigsten Märkte:
Freitag Vorwoche
DAX: 11.685 – 2,40 % 11.406
Euro Stoxx 50: 3.286 – 2,20 % 3.311
S&P 500: 2.822 – 0,10 % 2.819
Nikkei 225: 21.450 + 0,80 % 21.627
* VERÄNDERUNG ZUM VORWOCHEN FREITAGS SCHLUSSKURS
Rendite 10 jährige Bundesanleihen:
-0,026 % p.a.

Volatilitätsindex (vix)
Die Volatilität (VIX) bewegte sich im Wochenverlauf von einem Tief am Montag bei 13,16 Punkten auf einen Höchststand von 15,06 Punkten zum Schluß dieser Handelswoche.

Kommentare deaktiviert für Schwache Aktienmärkte zum Wochenschluss

admin am 28. März 2019 in Aktuell, Aktuelles

VHS-Seminar Sicherheit bei der Geldanlage in Wiesbaden – 02.04.2019

Wie man ein guter Sparer wird
In einer Umfrage über die Eigenschaften und Qualitäten der Deutschen als Sparer käme vermutlich heraus, dass sie traditionell eifrig und stets erfolgreich dem Vermehren des Geldes nachgehen. Ein Vorurteil – leider. Denn die meisten Deutschen sind im Grunde schlechte Sparer, denn sie kennen in der Geldanlage nur schwarz oder weiß: Entweder sie stürzen sich tollkühn in halsbrecherische Investments am Grauen Kapitalmarkt, wo Anbieter mit außerordentlichen Zinsen für Beteiligungen an Windkraft, Tropenholz oder Kinofilmen locken, und scheitern oft – und oft mit großen Verlusten. Oder sie schließen am Bankschalter verängstigt und demütig überteuerte Bankprodukte oder Lebensversicherungen ab, die schon seit langer Zeit geringe bis keine Renditen mehr abwerfen.

Weder schwarz noch weiß
Ein vernünftiger Mittelweg führt über andere Pfade – eine Erkenntnis, die nicht neu ist, aber sich wegen der durch erworbene Sparkultur schwierigen Voraussetzungen nur nach und nach ausbreitet. Wenn aber weder schwarz noch weiß wirklich gut sind, wie sieht sie aus, die für mich beste Methode, mein Geld so anzulegen, dass bei größtmöglicher Sicherheit der optimale Ertrag dabei herauskommt? Um darüber mehr zu erfahren, waren insgesamt 14 Teilnehmer zum Seminar „Sicherheit bei der Geldanlage“ in der VHS Wiesbaden erschienen. Die Hintergründe unterschieden sich: Manche waren nicht mehr mit dem Umstand zufrieden, dass nach Erbschaft oder Immobilienverkauf auf Tagesgeld- oder Girokonten größere Beträge liegen, und wollten etwas gegen ihre Verunsicherung tun, was sie damit am besten anfangen.

Optimale Geldanlage bei geringstem Aufwand
Eine zweite Gruppe interessierte sich vor allem für die Verbesserung der eigenen Altersvorsorge. „Von der Rente ist in Zukunft immer weniger zu erwarten, also muss ich mein Geld besser anlegen als mit null bis zwei Prozent“, stellte eine Teilnehmerin treffend fest. „Früher hat man ein festverzinstes Wertpapier gekauft, nach Ablauf den Zins mitgenommen und danach ein neues erworben. Aber wenn es auf der Bank keine Zinsen gibt, aber trotzdem eine Inflation, dann wird mein Geld sogar weniger.“ Stimmt. Was übrigens alle Teilnehmer einte: Der Wunsch nach optimaler Geldanlage bei persönlich möglichst geringem Aufwand. „Ich würde im Wortsinne etwas dafür geben, wenn ein echter Profi, dem ich vertrauen kann, die Geldanlage für mich erledigt und ich mich nicht darum kümmern müsste.“

Richtige Gewichtung
Ernst Rudolf erarbeitete gemeinsam mit der Gruppe Lösungen für alle vorgetragenen Wünsche und Interessen, wobei er betonte, dass im Sinne der Sicherheit einerseits und der Rendite andererseits der Mittelweg über eine breite, möglichst weltweite Streuung der Anlagen führt, in die alle relevanten Anlageklassen einbezogen sind. Wer richtig anlegt, fährt kein Auto mit nur zwei Gängen (einen für schwarz, einen für weiß), sondern baut in sein Anlagegefährt ein variables Getriebe aus Aktien, Immobilien, Anleihen und Rohstoffen/Edelmetallen ein, mit dem er für alle Wegstrecken gerüstet ist. Zur richtigen Gewichtung lohnt es sich, den Rat unabhängiger Experten einzuholen, die zudem durch konstante Betreuung wertvolle Unterstützung leisten können.

Kommentare deaktiviert für VHS-Seminar Sicherheit bei der Geldanlage in Wiesbaden – 02.04.2019

admin am 26. März 2019 in Veranstaltungen