VHS-Seminar Wohneigentum finanzieren in Mainz – 22.9.2017


Der richtige Weg zum Wunschobjekt
Die Teilnehmer des Seminars „Wohneigentum finanzieren und dabei ruhig schlafen“ waren in die Volkshochschule Mainz gekommen, um mehr über die Grundlagen der Baufinanzierung für Bauherren, Käufer und Eigentümer zu erfahren. Die wichtigsten Themen:
• Gesamtkosten und persönliche Belastbarkeit
• Wie man staatliche Vergünstigungen und Steuervorteile nutzt
• Wie man das individuell günstigste Finanzierungsmodell findet
• Wie man die größten Risiken einer Finanzierung vermeidet
• Wie man durch das richtige Vorgehen sehr viel Geld spart

Das Seminar berücksichtigt sowohl die Sofortfinanzierung und Umschuldung als auch die sinnvolle Ansparphase und will den Teilnehmern die notwendige Sicherheit im Umgang mit Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Maklern und Bauträgern geben.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging die Gruppe unter Leitung von Ernst Rudolf zunächst der Frage „Was kann ich mir (aktuell) überhaupt leisten?“ nach. Die Antwort darauf liefert die Grundlage, ob ein Interessent jetzt schon in der Lage ist, sein Wunschobjekt zu finanzieren, ob er noch warten muss, bis genug Eigenkapital angespart ist oder sich mit dem Gedanken auseinandersetzen sollte, ein eher kleineres Objekt zu kaufen. Ernst Rudolf erläuterte den Teilnehmern anhand unterschiedlicher Methoden, wie das angemessene Berechnen des eigenen Vermögens funktioniert und was man dabei zu beachten hat. Anschließend stellte er verschiedene Finanzierungsmodelle vor und Marketingaussagen von Banken vor dem Hintergrund auf den Prüfstand, ob sie dem Kunden helfen sollen oder nur dazu dienen, einen Kredit besser zu verkaufen.

Faktor Sicherheit
Auch in der Finanzierung entscheidend: der Faktor Sicherheit. Wobei man klar zwischen der Sicherheit des Kunden, der einen Kredit aufnimmt, und der Sicherheit der Bank, die einen Kredit vergibt, unterscheiden muss. Das Finanzierungsmodell, das für den Verbraucher ein Höchstmaß an Sicherheit verspricht, wird mit Sicherheit von der Bank zuletzt angeboten. Das gleiche gilt für die Kosten: Sehr viele Kreditmodelle sind absolut verbraucherfeindlich, weil damit sehr hohe Kosten verbunden sind, die der Verbraucher aber nicht erkennen kann.

Wer eine auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnittene Finanzierung sucht, wendet sich am besten an einen professionellen Berater, der ausschließlich auf Honorarbasis arbeitet und auf dieser Grundlage unabhängig und neutral bestmögliche Empfehlungen geben kann. Sie führen im Zuge einer „normalen“ Reihenhausfinanzierung zu einer Ersparnis von 20.000 bis 40.000 Euro. Darin unterscheiden sich Honorarberater von Banken, Bausparkassen und Versicherungen, die darauf angewiesen sind, ausschließlich ihre eigenen Finanzierungen zu verkaufen und in deren Vertrieb keine neutrale und objektive Beratung vorgesehen ist.

Insgesamt stellte sich heraus, dass potenzielle Bauherren viel kritischer geworden sind. Nur noch die Hälfte aller Teilnehmer hatte einen Bausparvertrag, in vorangegangenen Jahren kam jeder mit einem oder zwei daher. Trotzdem gibt es bei so komplexen Angelegenheiten wie einer Wohnungseigentumsfinanzierung immer noch erheblichen Beratungsbedarf. Mehr noch: Den Menschen ist viel bewusster als früher, dass man dabei große und grobe Fehler machen kann.

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admin am September 22nd 2017 in Veranstaltungen

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